Wo Begeisterung ist, kommen auch junge Segler

Viele Clubs klagen über Nachwuchsprobleme. Doch es gibt Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche wieder aufs Wasser und in die Vereine zu holen. Schulkooperation heißt das Zauberwort. Wir stellen Ihnen hier Beispiele für eine gelungene Zusammenarbeit vor – zum Nutzen beider Seiten

Waren früher die Eltern passionierte Segler, so saßen irgendwann auch ihre Sprösslinge im Opti. Doch das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen hat sich verändert. Die Einführung der Ganztagesschulen in vielen Bundesländern, ein breit gefächertes Angebot an Freizeitaktivitäten, von Computerspielen, über Musik- und Sprachkurse bis hin zu zahlreichen, verschiedensten Sportarten – die Zeit der Jüngsten heute ist knapp und die Konkurrenz für den Segelsport groß. Die Strukturen in der Gesellschaft haben sich verändert. Und darauf müssen die Vereine und Verbände reagieren: mehr Flexibilität, mehr Werbung für den Segelsport und eine deutliche Öffnung in Richtung Schulen.

Kooperationsmöglichkeiten

Offene To-do-Liste

für Kooperationen und Bildungspartnerschaften zwischen Segelsport und Bildungseinrichtungen
o   Im Verein AK „Kooperation“ bilden: (Aus-)Bildungsziel, Altersgruppe, Anzahl, Dauer, Umfang, Budget, geeignete Ausbilder suchen bzw. schulen
o   Gibt es im Landesseglerverband Unterstützung
o   Unterstützung durch die Sportbünde
o   Vereinsbeauftragten suchen
o   Kontaktschule suchen, Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung
o   Planung mindestens ein halbes Jahr vor Beginn des Schuljahres
o   Kooperationsgespräch mit Zielvereinbarung bzw. Kooperationsvertrag
o   Fördermittel beantragen, Eigenbeteiligung klären
o   Detailplanung: Anzahl, Alter, Ausrüstung, Bootsmaterial, Anfahrt, Zeitraum, Verbindlichkeit, Notengebung, bzw. Eintrag im Zeugnis, Sicherungsboote, Personal, Rolle der schulischen Lehrkraft, Ausbildungsmaterial, Elternunterschrift, Versicherungsfragen, Finanzen, Verpflegung, Bekleidung, Pflege Bootsmaterial
o   Vereinsmitglieder informieren
o   Schulkinder in den Verein integrieren, Mitgliedschaft nicht aufdrängen
o   Kinder und ihre Eltern auch später zu Vereinsveranstaltungen einladen
o   Zeitungsbericht
o   Bericht in die Schulzeitung
o   Aktivität bei Projekttagen präsentieren
o   Nicht „nur segeln“ auch sonstige Vereinsaktivitäten erleben lassen
o   „Kooperationsstatistik“, Ablauf und Ergebnisse dokumentieren, Abschlussbericht erstellen und z.B. als Erfolgsmeldung und Dank an Schulämter schicken. Dem Kooperationspartner danken
o   Abschlussgespräch mit Kooperationspartner, Zufriedenheit und Nachhaltigkeit klären