Verschoben: Segelsport vor Ort – Seglerjugend Roadshow

Der Start der Initiative „Segelsport vor Ort – Seglerjugend Roadshow“ der Seglerjugend im DSV wird aufgrund der aktuellen Beschränkungen um das Corona-Virus verschoben. Die Termine der Roadshow mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland für den Segelsport zu begeistern, sind bis zum 31. August abgesagt.

Die Jugendabteilung des DSV hat sich schweren Herzens für eine Absage aller Termine für das Programm „Segelsport vor Ort – Seglerjugend Roadshow“ entschieden. „Das Ziel der Roadshow ist es Interessenten für den Segelsport zu gewinnen“, erklärt Timo Haß, Vizepräsident mit dem Geschäftsbereich Jugend (Jugendobmann). „Aufgrund der aktuellen Lage und den Beschränkungen durch das Corona-Virus ist die Durchführung einer solchen Veranstaltung mit Publikumsverkehr nicht möglich. Die Sicherheit aller Beteiligten steht im Vordergrund. Wir hoffen aber, dass wir mit der Initiative schnellstmöglich an den Start gehen können und unsere Förderer auch im kommenden Jahr mit dabei sind.“

Wann genau die Roadshow starten kann, ist noch offen. Die DSV-Seglerjugend setzt dabei auf das Verständnis aller Interessierten. Das Konzept steht und alle Vorbereitungen für einen schnellstmöglichen Start unter sicheren Bedingungen sind getroffen.

Über die Initiative

Wasser, egal ob auf Seen oder dem Meer, übt auf Kinder und Jugendliche eine große Faszination aus. „Und trotzdem gibt es eine enorme Hemmschwelle, sich für Sportaktivitäten wie das Segeln zu entscheiden“, sagt DSV-Jugendobmann Timo Haß. Die Entfernung zum Wasser, fehlendes Material oder schlicht der Mangel an Testmöglichkeiten erschweren den Zugang zum Wassersport.

Bild: LaserPerformance

Das zeigt sich auch in einem Rückgang der Mitgliederzahlen im Nachwuchsbereich der DSV-Segelvereine. Deshalb hat die „Deutsche Seglerjugend“, der Zusammenschluss aller 26.000 jugendlichen Seglerinnen und Segler im DSV, ein Wassersportprogramm entwickelt, „bei dem Segeln für jeden greifbar und erlebbar gemacht werden soll“. Hanna Hell, Leiterin der DSV-Jugendabteilung in Kiel, skizziert die Eckpunkte des Projektes: „Sobald wir die Sicherheit haben “Segelsport vor Ort” angemessen für alle Beteiligten durchführen zu können, geht ein Team von jungen Engagierten mit Jollen, Surfboards, Begrenzungsbojen und Schwimmwesten auf die Straße, also ‚on the road‘, und veranstaltet an verschiedensten Orten in Deutschland Eventtage. Geplant sind dort unter anderem zeitlich begrenzte Schnupper-Segeleinheiten auf dem Wasser in Einhandjollen und an Land vermitteln Experten theoretische Grundlagen in unserem Tourlabor.“

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„Im Rahmen eines Labors vermitteln wir durch Experimente weitere Bildungsinhalte“, sagt Hanna Hell. Welche Holzart schwimmt in Salzwasser problemlos, welche geht schneller unter, wie verhält sich das Material im Süßwasser? Diese und weitere Fragen z.B. aus dem Bereich der Aerodynamik werden durch entsprechende Versuche beantwortet. Ebenfalls im Fokus: die Vermittlung von Umweltthemen, wie beispielsweise der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen in Hinblick auf den Gewässerschutz und die Gewässerreinhaltung.

Gemeinsam mit der Deutschen Seglerjugend ermöglichen Ausrichter und Interessenten ihren Teilnehmenden einen spannenden Einstieg in die Welt des Segelns. Gleichzeitig erweitern beispielsweise die Schulen ihr Angebot um ein attraktives außerschulisches Ereignis und stellen den Kontakt zu Segelvereinen in der Region her. Die Mitgestaltung des Sports und die Entwicklung für etwas Neues durch die jugendlichen Trainer*innen soll natürlich vorranging Spaß und Freude bringen.

Die Deutsche Seglerjugend, Landesseglerverbände und Vereine aus der Region arbeiten bei dieser Initiative eng zusammen.

Bild: LaserPerformance

“Wünschenswert ist eine Zusammenarbeit mit regionalen Clubs vor Ort“, sagt Timo Haß, „die Seglerjugend würde gerne auf ihr Know-how zurückgreifen.“ Vorteil für die Vereine: Sie können mit interessierten Kids und deren Eltern Kontakt aufnehmen und so potenziellen Nachwuchs akquirieren. Gleichzeitig schafft die „Seglerjugend Roadshow“ eine Klammer zwischen Schulen und Vereinen – weitere Schnupperkurse und Segel-AGs könnten initiiert werden.

Für die Kinder und Jugendlichen sind alle Angebote im Rahmen der Roadshow kostenlos. Die Projektkosten tragen zur Zeit der Deutsche Segler-Verband und einige Partner. So stellt die Hamburger Werft Ziegelmayer acht Jollen zur Verfügung.

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Und wie sieht die langfristige Perspektive für das Programm „Segelsport vor Ort – Seglerjugend Roadshow“ aus? Kommunen, Messen, Schulen und Vereine buchen die Roadshow für ihre Events, und das Projekt trägt sich finanziell selbst. Die Seglerjugend gibt sich selbstbewusst. Dass das funktionieren kann, zeigt der Segelsport in den Niederlanden: Dort tourt „Optimist on tour“ seit mehr als fünf Jahren erfolgreich durchs Land.

Interessierte können Kontakt aufnehmen zur DSV-Seglerjugend unter jugend@dsv.org.

Seglerjugend im Deutschen Segler-Verband

Gründgensstraße 18
22309 Hamburg
Tel. (040) 632 009-951
jugend@dsv.org