Tag des inklusiven Segelns: 28. Januar 2023 auf der boot in Düsseldorf 

Frauen und Männer, Junge und Alte, mit und ohne Handicap – alle Menschen, die segeln möchten, sollen auch segeln können! Dafür machen wir uns mit Ihnen gemeinsam mit dieser für Sie kostenlosen Veranstaltung stark!

Deutsche Meisterschaft im 2.4mR. Foto: Segelclub Prien Chiemsee

Alle können dabei sein

Vereinsfunktionär*in, Trainer*in, Segellehrer*in, Ehrenamtliche*r oder Segler*in – alle sind herzlich willkommen an diesem ersten Tag des inklusiven Segelns. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie inklusiv segeln oder nicht, ob inklusives Segeln bereits Teil Ihres Vereinslebens ist, oder ob Sie ein inklusives Segelangebot aufbauen möchten. Ausdrücklich laden wir auch Menschen ein, die noch nicht segeln, es aber gerne einmal ausprobieren möchten – sei es als Einzelperson oder beispielsweise als Leiter*in einer Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung zum Tag des inklusiven Segelns

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wenn Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten, melden Sie sich bitte bei Elke Paatz (elke.paatz@dsv.org, Tel.: 0175 1170691)

Programm

Moderation: Anke Feller, Hörfunk- und Fernsehmoderatorin und ehemalige Weltklasse-Leichtathletin

10:30 Uhr Begrüßung
Mona Küppers, Präsidentin des DSV
10:40 Uhr Begrüßung
Wolfram Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf
10:45 Uhr Keynote: Inklusion im Sport
Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit (2001-2009)
11:00 Uhr Keynote: Inklusion im Segelsport
Elke Paatz, Referentin für inklusives Segeln des DSV
11:15 Uhr Workshop 1: Barrierefreiheit im Verein
Paul Völlmecke, Segelsport-Gemeinschaft Edersee
Dr. Isabell Pott, Seglerverein Braunschweig
Workshop 2: Tipps und Tricks beim Transfer
Prof. Dr. Christina Groll, Hochschule für Gesundheit Bochum, Leiterin physiosail
12:15 Uhr Mittagspause und Snack
13:00 Uhr Workshop 3: Best Practice: Einführung inklusives Segeln in den Verein
Thomas Aust, Yachtclub Möhnesee
Edwin Köhler, Yachtclub Möhnesee
Rolf Weinhold, Yachtclub Möhnesee
Workshop 4: Inklusives Regattasegeln
Sven Jürgensen, Mieke Klein, Johannes Löschke, David Koch, Norddeutscher Regatta Verein/FC St. Pauli
14:00 Uhr Pause
14:15 Uhr Workshop 5: Boote mit Adaptionsmöglichkeiten
Jens Kroker, Paralympics-Goldmedaillengewinner im Sonar
Lutz-Christian Schröder, Plauer Hai-Live
Workshop 6: Sportsegeln aus der Sicht der Athlet*innen – Special Olympics
Iris Brettschneider, Nationale Koordinatorin Segelsport Special Olympics Deutschland
Phil-Mattis Leiß und Hans-Jürgen Leiß, Segel- und Wassersportverein Wilhelmshaven
15:15 Uhr Kaffeepause
15:45 Uhr Kurzvortrag: Unterstützung der Segelvereine durch die TURNING POINT Stiftung
Jens Kroker, Geschäftsführer der TURNING POINT Stiftung
15:55 Uhr Podiumsdiskussion
„Inklusives Segeln – wo stehen wir und wo wollen wir hin?

Mona Küppers, Präsidentin des DSV
Lutz-Christian Schröder, Obmann des Auschuss´ Inklusion des DSV
Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands
Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland
Jens Kroker, Paralympics-Goldmedaillengewinner im Sonar
Dirk Thalheim, Segler des FC St. Pauli
16:45 Uhr Austausch und Ausklang
17:30 Uhr Ende

Die Workshops im Detail

Workshop 1: Barrierefreiheit im Verein

Clubgelände des Segelclubs Prien Chiemsee. Foto: Segelclub Prien Chiemsee

Damit alle Segelnden gleichermaßen, mit und ohne Einschränkung, möglichst selbständig und unabhängig von anderen ihren Sport ausüben können, bedarf es der „Abwesenheit von Hindernissen“ – der Barrierefreiheit. Dabei können Barrieren für Menschen mit Handicap auf ganz unterschiedlichen Ebenen im Segelverein auftreten: Während für die eine Person ein unebener Weg ein Hindernis darstellt, sind es für die andere Person die komplizierten Theorieunterlagen und eine dritte Person findet gar nicht erst den Weg in den Verein, da sie sich nicht vorstellen kann, dass Segeln bei ihrer Behinderung wirklich möglich ist.
Vertreterinnen und Vertreter aus drei Vereinen zeigen aus ihren Erfahrungen Lösungen auf, wie Barrieren auf allen Ebenen abgebaut werden können.

Referent*innen
Paul Völlmecke, Segelsport-Gemeinschaft Edersee
Dr. Isabell Pott, Seglerverein Braunschweig

Workshop 2: Tipps und Tricks beim Transfer

Transfer vom Steg in eine Hansa 303. Foto: Christina Groll

Wie kann ich Segelnde mit Einschränkungen bei Bedarf unterstützen, zum Beispiel beim Transfer vom Steg ins Boot? Und wie schone ich dabei meinen eigenen Rücken? Die Referentin ist Physiotherapeutin und Professorin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Ihre Tipps und Tricks vereinen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit jahrelanger praktischer Erfahrung in der Physiotherapie und im inklusiven Segeln.

Referentin
Prof. Dr. Christina Groll, Hochschule für Gesundheit Bochum, Leiterin physiosail

Workshop 3: Best Practice: Einführung inklusives Segeln in den Verein

Auf dem Weg zum inklusiven Segeln. Foto: Yachtclub Möhnesee

Bei der Einführung des inklusiven Segelns stehen die Vereine vor verschiedenen Herausforderungen, viele Fragen stehen im Raum. Doch der Yachtclub Möhnesee zeigt, wie relevant das Sprichwort „Der Weg ergibt sich, wenn man ihn geht“ gerade beim Einführen des inklusiven Segelns im Verein ist. Der Verein berichtet, wie das inklusive Segeln bei ihnen begonnen hat; welche Hindernisse und welche Glücksfälle ihnen auf dem Weg begegnet sind und welche Tipps sie anderen Vereinen geben können.

Referenten
Thomas Aust, Yachtclub Möhnesee
Edwin Köhler, Yachtclub Möhnesee
Rolf Weinhold, Yachtclub Möhnesee

Workshop 4: Inklusives Regattasegeln

Segler*innen mit und ohne Sehbehinderung gemeinsam bei der Kieler Woche. Foto: Sven Jürgensen

Um inklusives Regattasegeln zu ermöglichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie veranstalten eine rein inklusive Regatta auf Booten mit Adaptionsmöglichkeiten. Alternativ können Vereine eine bestehende Veranstaltung um eine inklusive Regattabahn erweitern oder inklusive Segelteams in eine bestehende Regatta integrieren. Dabei gehen dann alle Teams in der gleichen Bootsklasse an den Start.
Wo liegen bei den verschiedenen Möglichkeiten die Vor- und Nachteile? Der Referent verfügt über viel Erfahrungen in diesem Bereich und gibt wertvolle Tipps und Hinweise. Außerdem erzählen Segelnde mit und ohne Sehbehinderung aus der Perspektive der Regattateilnehmer*innen von ihrer Erfahrung als inklusives J/70-Team bei der Kieler Woche.

Referent*innen
Sven Jürgensen, Norddeutscher Regatta Verein
Mieke Klein, Norddeutscher Regatta Verein/FC St. Pauli
Johannes Löschke, Norddeutscher Regatta Verein
David Koch, Norddeutscher Regatta Verein

Workshop 5: Boote mit Adaptionsmöglichkeiten

2.4mR mit Pedalsteuerung. Foto: Oliver Thies

„Dann brauchen wir ja neue Boote.“ Dieser Satz fällt häufig in Gesprächen rund um das inklusive Segeln. Doch kein Verein muss zwingend neue Boote anschaffen. Denn vorhandene Vereinsboote können durch in der Regel unkomplizierte Adaptionen an verschiedene Bedürfnisse und Handicaps angepasst werden. Außerdem stellen die Referenten beim inklusiven Segeln häufig genutzte Bootsklassen wie den 2.4mR, die RS-Venture Connect, die SV14 und die Hansa 303 mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Referenten
Jens Kroker, Paralympics-Sieger Sonar
Lutz-Christian Schröder, Plauer Hai-Live

Workshop 6: Sportsegeln aus der Sicht der Sportler*innen – Special Olympics

Segel-Wettbewerbe der Special Olympics in Kiel 2018. Foto: Special Olympics Deutschland/Sascha Klahn

Bei Angeboten zum inklusiven Segeln in Vereinen und bei Regatten von Special Olympics sitzen Segler*innen mit geistiger Behinderung (Athlet*innen) gemeinsam mit Segler*innen ohne geistige Behinderung (Unified Partner*innen) sprichwörtlich in einem Boot.
In diesem Workshop gibt ein Unified Team, das nächstes Jahr für Deutschland bei den Special Olympic World Games in Berlin starten wird, einen Einblick, was Segeln bei Special Olympics für sie so besonders macht, wie sie das gemeinsame Segeln erleben, und welche Bedürfnisse sie beim Segeln im Verein und bei Regatten haben.
Die nationale Koordinatorin für Segeln bei Special Olympics, Iris Brettschneider, gibt Einblicke in die Vereins- und Verbandsarbeit von Special Olympics und gibt Tipps aus ihrer eigenen Vereinspraxis, wie Angebote zum inklusiven Segeln möglichst einfach und barrierefrei aufgebaut werden können.

Referent*innen
Iris Brettschneider: Nationale Koordinatorin Segeln Special Olympics Deutschland, Segler-Vereinigung Kiel e.V.
Phil-Mattis Leiß: Segel- und Wassersportverein Wilhelmshaven e.V.
Hans-Jürgen Leiß: Segel- und Wassersportverein Wilhelmshaven e.V.

Veranstaltungsort/Barrierefreiheit

Der Tag des inklusiven Segelns wird im Congress Center Düsseldorf Süd (CCD Süd) im Rahmen der boot Düsseldorf stattfinden.

Congress Center Düsseldorf Süd
Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf
1. OG, Raum 6, 7, 8

Hallenplan der boot Düsseldorf 2023. Das Congress Center Düsseldorf Süd ist gelb umrandet.

Das Congress Center Düsseldorf Süd hat einen ebenerdigen Zugang zum Gebäude, barrierefreie Toiletten in allen Stockwerken und einen Aufzug. Sollten Sie besondere Unterstützung benötigen (z.B. spezielle Hilfsmittel, personelle Unterstützung) können Sie das gerne bei Ihrer Anmeldung angeben.
Direkt neben dem Congress Center Düsseldorf Süd befinden sich die barrierefreien Parkplätze P6 und P3. Dort können Sie unter folgendem Link einen Stellplatz vorab für sich reservieren: https://messe-dus.goldbeck-parking.de

Anfahrt

Auto

Die Autobahn A44 führt direkt am Messegelände entlang. Über die Ausfahrt 29 Messe/Arena gelangen Sie zum Messegelände.

Parken

Es empfiehlt sich, auf dem Parkplatz P6 direkt neben dem Congress Center Düsseldorf Süd zu parken. Ebenfalls in direkter Nähe befindet sich die barrierefreie Tiefgarage P3. Allerdings wird diese am 28.01.23 voraussichtlich recht voll sein, weshalb wir den Parkplatz P6 empfehlen.

Auf beiden Parkplätzen können Sie vorab einen Stellplatz reservieren. Um einen sicheren Parkplatz zu bekommen, empfiehlt es sich frühzeitig ein Parkticket zu buchen. Die Buchungen sind verbindlich und nicht retournierbar. Eine Reservierung ist für alle Teilnehmer*innen des Tags des inklusiven Segelns möglich. Nach erfolgreicher Buchung erhält man einen Link mit einem Parkticket, welches ausgedruckt werden muss. Das Parkticket öffnet die Schranke an der Zufahrt zum Parkplatz.

Die Reservierung ist unter folgendem Link möglich: https://messe-dus.goldbeck-parking.de

Alternative Parkmöglichkeiten finden Sie zum einen auf den beiden Großparkplätze P1 und P2, in dem barrierefreien Parkhaus P4 sowie auf dem Parkplatz P5 (P5 für Rollstuhlfahrer*innen nicht empfehlenswert).

Eine Übersicht der Parkplätze sowie den Anfahrtsplan finden Sie hier.

Bus und Bahn

Mit Bus und Bahn sind Sie vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus in etwa 25 Minuten auf dem Messegelände. Die U-Bahnlinien U78 und U79 im Untergeschoss des Bahnhofs sind über Aufzüge erreichbar. Wechseln Sie an der Haltestelle Messe Ost / Stockumer Kirchstraße in die Bus-Linie 722, die direkt vor dem Congress Center Düsseldorf Süd hält (Haltestelle CCD Süd / Stadthalle). Auf dieser Strecke kommen nicht nur Niederflurbusse zum Einsatz.

Eine Übersicht der Anbindung des Veranstaltungsorts mit den öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie hier.

Kontakt

Sie haben noch Fragen zum Tag des inklusiven Segelns? Wir freuen uns auf Ihre Mail oder Ihren Anruf.
Mail: elke.paatz@dsv.org
Tel.: 0175 / 1170691