Schon wieder eine Havarie auf dem Atlantik: Auch Loïk Peyron muss die Transat Bakerly abbrechen

Bildschirmfoto 2016-05-09 um 22.53.16
Muss abdrehen: Loïk Peyron, der in Erinnerung an den legendären Segler Eric Tabarly mit dessen Schiff Pen Duick II an der Transat Bakerly teilnahm Foto: Transat Bakerly

Plymouth/New York, 15. Mai 2016 – Die nächste Haverie bei der Transat Bakerly, der berühmten Einhand-Regatta von Plymouth über den Atlantik nach New York: Loïk Peyron, der in Erinnerung an den legendären Segler Eric Tabarly mit dessen Schiff Pen Duick II unterwegs ist, hat ein Problem mit dem Stagsegel, das es ihm unmöglich macht, weiter am Wind zu segeln. Peyron meldete deshalb heute per Funk der Wettfahrtleitung, dass er umdrehen und mit der Ketsch auf Vorwindkurs nach Frankreich segeln werde.

Wurde mitten auf dem Atlantik gerettet: Richard Tolkien
Wurde mitten auf dem Atlantik gerettet: Richard Tolkien

Bereits am Freitag, den 13., hatten zwei Segler aufgeben müssen. Der Brite Richard Tolkien war bei Arbeiten auf dem Vorschiff so schwer am Kopf verletzt worden, dass er von einem zur Hilfe gerufenen Containerschiff geborgen und dort an Bord medizinisch versorgt werden musste. Wie seine führerlos im Atlantik treibende Yacht „44“ geborgen werden soll, ist noch unklar.

Leck am Bug: Isabelle Joschke muss mit hrem Schiff Generali-Horizon Mixité abdrehen. Foto: The Transat Bakerly
Leck am Bug: Isabelle Joschke muss mit hrem Schiff Generali-Horizon Mixité abdrehen. Foto: The Transat Bakerly

Pech hatte auch die gebürtige Münchnerin Isabelle Joschke. Ihr Boot „Generali – Horizon Mixité“ hat ein Leck im Bugbereich und kann deshalb nicht mehr bei größeren Windstärken am Wind gesegelt werden. Die 39-Jährige versucht jetzt, einen sicheren Hafen in Neuschottland anzulaufen.

Bereits am 3. Wettfahrtstag hatte Maxime Sorel aufgeben müssen, nachdem er – tagsüber und unter Spinnaker – nahe der französischen Küste mit seiner Class40-Yacht “VandB” ein Containerschiff gerammt hatte. Am gleichen Tag kam auch das Aus für Erwan Le Roux. Der Skipper des Trimarans „FenêtréA Cardinal“ musste wegen eines zerstörten Schwimmers den nächsten Hafen anlaufen.

Kurz darauf erwischte es Sébastien Josse, Skipper der „Edmond de Rothschild“, nachdem sein Großsegel irreparabel beschädigt worden war. Und Armel Tripon, der Skipper der „Black Pepper“, wurde Tage später so heftig von einem Atlantik-Sturm erwischt, dass sein Schiff mehrfach beschädigt wurde und er die Azoren anlaufen musste.

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 08.30.41Unterdessen steht der Sieger der Einhand-Transatlantikregatta bereits fest. Nach 8 Stunden, 8 Stunden, 54 Minuten und 39 Sekunden erreichte François Gabart mit seinem Trimaran “Macif” das Ziel in New York.

8 Tage, 8 Stunden, 54 Minuten und 39 Sekunden: François Gabart gewinnt Transat Bakerly