Gegen Gewalt und Missbrauch im Sport

Segelsport und gemeinsame Sportaktivitäten an Bord und an Land müssen geschützt sein vor sexuellen Übergriffen und Gewalt. Segelsportler achten das Recht und das berechtigte Interesse jedes einzelnen Menschen an einem selbst bestimmten und gewaltfreien Leben. Das gilt ganz besonders für Sport und Freizeit, wo man sich trifft und in freundschaftlicher Atmosphäre gemeinsam aktiv ist. Trotz dieser allseits akzeptierten rechtlichen und moralischen Grenzen im Umgang miteinander kommt es auch in Sportvereinen zu sexuell motivierten Übergriffen. Vereine sind Teil der Gesellschaft. Zu glauben, sie wären frei von allen gesellschaftlichen Problemen, wäre naiv!

„Wenn wir zu diesem Thema etwas machen, glaubt jeder, wir hätten da ein Problem.“ So oder ähnlich mag mancher denken, wenn es um die Frage geht, sich im Segelsport gemeinsam entschlossen gegen sexuelle Übergriffe – insbesondere solche gegen Kinder – zu positionieren. Wir verhindern pädosexuelle Angriffe aber nicht, indem wir uns dem Thema nicht stellen. Aus Verantwortung gegenüber den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen und aus Verantwortung gegenüber dem Verein ist es wichtig, sich offen mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Der Verein, der sich mit dem Thema Kinderschutz befasst, bringt damit nicht zum Ausdruck, selbst betroffen zu sein! Er zeigt, dass er die Verantwortung für ihm anvertraute Kinder ernst nimmt.

Aufmerksamkeit und Prävention helfen, Kinder wirksam zu schützen.

Der Deutsche Segler-Verband ist Teil der großen Sportfamilie des Deutschen Olympischen Sportbundes. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr. Wir danken engagierten Partnerverbänden, die sich dieses Anliegens bereits früh und mit viel Engagement und guten, hilfreichen Ideen angenommen haben, wie beispielsweise dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen. Er stellt seine Arbeitshilfen, Hinweise, Konakte und Materialien dankenswerterweise auch anderen Sportverbänden zur Verfügung.

Der Deutsche Segler-Verband hat für Fragen und Probleme die E-Mailadresse schutzvorgewalt@dsv.org eingerichtet. Alle dort eingehenden E-Mails werden vertraulich behandelt und an Frau Mona Küppers, die Beauftragte des DSV für den Schutz vor Gewalt im Sport, weitergeleitet. Frau Küppers verfügt über langjährige ehrenamtliche Erfahrung im Bereich Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt durch ihre Tätigkeit für den Landessportbund Nordrhein-Westfalen.

Nachfolgend haben wir einige Informationen, weiterführende Links und Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche, Eltern und Vereine zusammengestellt: