Antrag Internationaler Bootsschein



IBS_Antrag_interaktiv_2014.pdf

Gültigkeit



Der Internationale Bootsschein (IBS) ist als Grenzdokument zwei Jahre gültig.
Er wird ungültig, wenn sich eingetragene Daten ändern.
Der mit dem IBS ausgestellte Messbrief ist gültig, so lange die eingetragenen Daten stimmen.
Dasselbe gilt für den IBS als Kennzeichenausweis.

Registrierung von Booten



Segelnummern

Vermessene Boote
Bei Ein-Typ-Klassen sowie Star, 470er, Europe, Fireball, Laser, Moth, OK-Jolle, Optimist, Vaurien, 420er, 505er, Teeny, H-Boot, IF-Boot, Windsurfer, Conger, Dyas, Jeton, Trias, werden die Segelnummern von der Klassenvereinigung bzw. Werft vergeben. Bei allen anderen Klassen vergibt der DSV die Nummern. Eventuell fällige Lizenzgebühren sind vor Erhalt der Segelnummer zu zahlen. Die Größe und Anordnung von Segelnummern richtet sich nach den internationalen Wettfahrtregeln, bzw. nach den Klassenvorschriften.

Unvermessene Boote

Bei unvermessenen Booten ist die im Internationalen Bootsschein angegebene DSV-Nummer gleichzeitig die Segelnummer, so weit nicht werftseitig die Segel mit Klassenzeichen und Werftnummer versehen sind. Die Nummer soll folgendermaßen im Segel angebracht werden:
     DSV-Nr.    im Bootsschein:    XA 123
                     im Segel:              XA GER 123
Das Nationalitätszeichen ´GER´ sollte vor der Segelnummer angebracht werden.

Messbriefe, Vermessungsplakette
Boote, die an Regatten teilnehmen, müssen - bis auf bestimmte Ausnahmen - beim DSV registriert sein und einen vom DSV ausgestellten Messbrief besitzen. Dieser Messbrief wird auf Grundlage eines vom Vermesser ausgestellten Vermessungsformblattes zusammen mit dem Internationalen Bootsschein ausgestellt. Bei Booten der Ein-Typ-Klassen, Dart, Laser, Hobie Cat, und Varianta muss anstelle des Vermessers die Klassenvereinigung den Klassennachweis auf dem IBS-Antrag bestätigen. Bei in Deutschland vermessenen Booten übernimmt normalerweise der Vermesser die Einreichung der Unterlagen an den DSV. Um eine sofortige Bearbeitung zu gewährleisten, sollte der Bootseigner bzw. die Bauwerft bereits vor der Vermessung alle für die Registrierung erforderlichen Unterlagen (ausgefüllter IBS-Antrag, Lizenzquittung) der Bauwerft bzw. dem Vermesser aushändigen.

Bei 470er, 505er, ´O´Jolle, Dart, H-Boot, F.D:, Star, Varianta, Laser, Vaurien, Optimist, Hobie Cat und Ein-Typ-Klassen werden die Vermessungsunterlagen zuerst an die Klassenvereinigung geschickt. Diese reicht gegebenenfalls die Unterlagen an den DSV weiter.

Für Boote mit internationalem, nationalem und anerkanntem ausländischen Klassenstatus erstellt der DSV zusätzlich zum Messbrief eine Vermessungsplakette, die am Spiegel des Bootes anzubringen ist.

Neu ausgestellte Messbriefe gelten:
- für die Lebensdauer des Bootes
- bis zum Zeitpunkt einer Änderung an Rumpf, Rigg oder Segel. Dann
  wird eine Nachvermessung notwendig. (Die Segel müssen von einem
  lizensierten Segelmacher des DSV oder von einem vom DSV
  anerkannten Vermesser vermessen und mit einem Vermessungsknopf
  gekennzeichnet sein.
- bei IOR- und IMS-Yachten ein Jahr; sie müssen danach verlängert werden.
- bis zum Eignerwechsel. Die Ummeldung muss auf dem Antrag auf
- Ausstellung eines Internationalen Bootsscheines vorgenommen werden. 
  Der alte Bootsschein ist an den DSV zurückzugeben.

Der Internationale Bootsschein (IBS)
Der IBS kann mit dem beim Deutschen Segler-Verband, Gründgensstraße 18, 22309 Hamburg beantragt werden. Beizufügen sind :
- Antrag auf Ausstellung eines Internationalen Bootsscheines
- Nachweis zur Glaubhaftmachung des Eigentums ( Kaufvertrag, 
  Rechnung),
- Bestätigung des Vereines, Bootsdokument oder Bestätigung eines
  Dritten, bei neu vermessenen Booten Vermessungsblatt oder Messbrief
  eines anderen Verbandes.
- bei Ausländern ist zusätzlich beizufügen: eine Kopie des Passes und
  eine Kopie der Meldebestätigung

Der Internationale Bootsschein für Wassersportfahrzeuge (IBS) ist das weltweit anerkannte Bootsdokument, sozusagen der Ausweis Ihres Sportbootes. Es erleichtert den Grenz- und Behördenverkehr. In Deutschland kann die Nummer des IBS (verbunden mit dem Kennbuchstaben der ausstellenden Organisation) zugleich als amtlich anerkanntes Kennzeichen verwendet werden. Die Nummer des IBS wird dazu um den Kennbuchstaben der ausstellenden Organisation ( "S" für Deutscher Segler-Verband) ergänzt. Diese Kennzeichnung wird in mindestens 10 cm großen Buchstaben an beiden Seiten des Bugs oder am Heck des Sportbootes angebracht.

Der IBS dient dann zugleich als Kennzeichenausweis.

Bei Booten, welche eine Regattavermessung haben, wird zusammen mit dem Internationalen Bootsschein ein Messbrief ausgestellt. Dieser Messbrief ist die Grundlage zur Teilnahme an Regatten.

Für Klassenboote, die an Regatten teilnehmen wollen, ist die Eintragung in das DSV-Register, bis auf bestimmte Ausnahmen, Pflicht. Für alle anderen Yachten ist die Registrierung freiwillig.

Die Registrierung im DSV erfolgt auch für Wassersportler, die nicht Mitglied in einem DSV-Verein sind. Allerdings wird in diesem Falle die Bearbeitungsgebühr um Euro 5,00 erhöht.

Mit der Ausstellung des Internationalen Bootsscheines erhält jedes Boot eine DSV-Nummer. Diese Nummer besteht aus 1-3 Buchstaben sowie maximal 5 Zahlen. Sollte es bei der Registrierung von ehemaligen BDS-Booten (Fahrzeuge, die beim Bunde Deutscher Segler der DDR registriert waren) zu Überschneidungen bei der Segelnummer kommen, erhalten die Boote, welche beim Bund Deutscher Segler eingetragen waren, vor der Segelnummer eine O (Null), oder auf Wunsch des Eigners eine neue laufende DSV-Nummer, wenn nicht mit der jeweiligen Klassenvereinigung eine andere Regelung getroffen wurde.

Die Gültigkeit des Internationalen Bootsscheines, wenn er für den grenzüberschreitenden Verkehr genutzt wird, beträgt 2 Jahre; danach muss der Schein erneuert werden. Als Kennzeichenausweis für das Befahren der Binnenschifffahrtstraßen muss er erst dann erneuert werden, wenn sich darin enthaltene Daten ändern.

Die Kosten für den Internationalen Bootsschein betragen zurzeit Euro 20,00 für Mitglieder eines DSV-Vereines und Euro 25,00 für Nichtmitglieder. Die Bezahlung erfolgt per Einzugsermächtigung. Die Kosten für eine Vermessungsplakette betragen Euro 5,00. Der Internationale Bootsschein berechtigt nicht automatisch zum Führen der deutschen Flagge. Die Flaggenführung richtet sich nach der Nationalität des Bootseigners.

Kennzeichnung:
Sportboote die auf den Binnen-Bundeswasserstraßen fahren, müssen ein amtliches oder ein amtlich anerkanntes Kennzeichen tragen. Als amtlich anerkanntes Kennzeichen kann die Dokumentennummer des Internationalen Bootsscheines für Wassersportfahrzeuge verwendet werden.

Bauvorschriften für Sportboote:
Sportboote (pleasure crafts) müssen seit Juni 1998 der EU-Richtlinie über den Bau von Sportbooten entsprechen und ein CE-Zeichen tragen.

Die Zertifizierung und die Vergabe des CE-Zeichens wird vom Hersteller veranlasst. Als Käufer eines Bootes, das nach Juni 1998 erstmals im Bereich der EU in den Verkehr gebracht wurde, sollte man also darauf achten, dass das erworbene Boote ein CE-Zeichen hat. Andernfalls könnte es Probleme beim späteren Verkauf geben.

© Deutscher Segler-Verband