Zukunft des Elbewassersports: Verbände sprechen mit Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt

Die Zukunft des Elbewassersports war Thema eines Gesprächs zwischen Wassersportvertretern der Elberegion mit Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, am 28.11.2018 in Magdeburg. Hintergrund war das vieldiskutierte „Gesamtkonzept Elbe“, dessen Umsetzung bald beginnen soll.

v.l.n.r.: Hermann Mewes (Landesseglerverband Sachsen-Anhalt), Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehrs des Landes Sachsen-Anhalt), Petra Bertram (Ruderverband Sachsen-Anhalt), Daniela Düring ( Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt), Ulrich Clausing (Deutscher Kanu-Verband), Gerhard Philipp Süß (Deutscher Segler-Verband)
v.l.n.r.: Hermann Mewes (Landesseglerverband Sachsen-Anhalt), Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehrs des Landes Sachsen-Anhalt), Petra Bertram (Ruderverband Sachsen-Anhalt), Daniela Düring ( Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt), Ulrich Clausing (Deutscher Kanu-Verband), Gerhard Philipp Süß (Deutscher Segler-Verband)

Die Sprecher der Wassersportverbände erläuterten ihre Forderung nach Beteiligung am weiteren Verfahren und stießen damit im Ministerium auf große Aufgeschlossenheit.

Ihnen geht es darum, dass…

  • Wassersportmöglichkeiten auf der Elbe inklusive Trainings- und Regattabetrieb und ihre durchgängige Schiffbarkeit erhalten bleiben
  • Ufer für Wassersportler und Erholungsuchende zugänglich bleiben
  • Anlegemöglichkeiten mit ihren Zufahrten und wassersportlichen Anlagen erhalten bleiben und auch in Zukunft von ihren Trägern unterhalten und sinnvoll entwickelt werden können
  • Richtungsverkehr und tageszeitliche Beschränkungen für Kleinfahrzeuge unterbleiben
  • ehemalige Tagebauflächen für aktive Erholung und Wassersport zugänglich gemacht werden
  • sinnvolle Wassersportinfrastruktur in der Elberegion gezielt gefördert wird
  • ein “Konzept Wassersport” für die Elberegion in Auftrag gegeben wird
  • der gemeinnützigen Wassersport bei der weiteren Bearbeitung/Umsetzung des Gesamtkonzepts Elbe beteiligt wird

Die Landesministerien für Wirtschaft und Inneres hatten vorab bereits ihre grundsätzlich positive Haltung zu den Vorschlägen der Wassersportverbände geäußert.

Gemeinsames Ziel der Gesprächspartner ist, auf diese Weise nicht nur unnötige Einschränkungen des Elbewassersports und des Wassertourismus bei der Umsetzung des Gesamtkonzepts Elbe zu vermeiden, sondern auch positive naturverträgliche Weiterentwicklungen der Infrastruktur in diesem außerordentlich reizvollen Revier anzustoßen. Ein wichtiger Baustein könnte dabei ein von den Verbänden angeregter länderübergreifender Wassersportentwicklungsplan Elbe (WEP) sein, der in ähnlicher Form in anderen Bundesländern bereits existiert und erheblich zur Planungssicherheit für regionale Leistungsanbieter und Träger von Anlagen und Einrichtungen beigetragen hat.

Spontan wurden die anwesenden Vertreter Ulrich Clausing (Deutscher Kanu-Verband), Petra Bertram und Günter Grimm (Ruderverband  Sachsen-Anhalt) und Gerhard Süß (Deutscher Segler-Verband) zu einer Anhörung eingeladen, die demnächst zu den Schutzgebietsplanungen an der mittleren Elbe stattfinden wird.