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Italien – Eine Kurzwahl für Notfälle auf See, aber Vorsicht!

Seit vielen Jahren gibt es entlang der italienischen Küste eine schnelle Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon anstatt per UKW-Sprechfunk Hilfe anzufordern. Doch sollte man eines wissen: Die über 1530 informierte Küstenwache ist für Menschen in Not da, nicht bei technischen Problemen am Schiff.

 

Aus aktuellem Anlass weist der Repräsentant der DSV Kreuzer-Abteilung in der Marina San Vicenzo am Festland nahe der Insel Elba auf die entsprechenden Regeln in seiner Wahlheimat hin: „Die Numero Blu 1530 ist nicht für technische Probleme gedacht, es handelt sich um eine reine Notfallnummer. Die so benachrichtigte Guardia Costiera darf nicht schleppen oder bergen, bis auf die Crew natürlich. Die Verständigung auf Englisch ist gesichert, doch wie gut das Englisch ist, hängt vom Einzelfall ab“, so Birger Palm.

 

Die kostenlose Notrufnummer 1530 ist ohne weitere Vorwahl sowohl vom Festnetz als auch von jedem Handy aus erreichbar. „Im zweiten Fall wird man über die Zentrale in Rom mit der Hafenbehörde in Kontakt gebracht, die dem Ort der Meldung am nächsten liegt, damit diese die Rettung schneller koordinieren kann“, sagt Birger Palm weiter. „Wenn man nur Schlepphilfe benötigt, wird diese in der Regel von den jeweiligen Küstenwachen vermittelt. Seglern empfehle ich allerdings, sich unter Segeln einem Hafen zu nähern und dann dort anzufragen, ob man das Boot hinein schleppen kann. Denn eine über die Küstenwache vermittelte Schlepphilfe wird gerne vom Schlepper als Bergung interpretiert und landet dann in der Regel mit entsprechenden Forderungen vor Gericht.“

 

Mehr über die italienische Küstenwache auf der Website www.guardiacostiera.gov.it, auch auf Englisch.