In Marseille hat heute die World Sailing Offshore-Weltmeisterschaft 2026 für Double-handed Mixed-Teams begonnen. Bis zum 2. Oktober kämpfen 17 Duos aus 13 Nationen um den Weltmeistertitel. Deutschland ist mit zwei Teams vertreten.
Wie bereits im Vorjahr wird die Weltmeisterschaft auf identischen Sun Fast 30 One-Design-Yachten ausgetragen, die vom Veranstalter gestellt werden. Zum Teilnehmerfeld gehören erfahrene Hochseeseglerinnen und -segler, Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer sowie Profis aus dem Offshore-Segelsport.
Qualifikationsrennen, Hoffnungslauf und Finale
Heute wurde das erste Qualifikationsrennen der Gruppe 1 gestartet, das Rennen der zweiten Gruppe folgt am Samstag. Die jeweils fünf bestplatzierten Teams aus den beiden Gruppen qualifizieren sich direkt für das Finalrennen in der kommenden Woche. Dort geht es um den Weltmeistertitel.
Für die Teams, die den direkten Einzug ins Finale verpassen, gibt es am 28. September im „Repechage Race“ noch eine zweite Chance. Das bestplatzierte Team dieses Hoffnungslaufs erhält als elftes Team ebenfalls einen Startplatz im Finale.
Zwei deutsche Teams am Start
Für Deutschland gehen Lina Rixgens und Andreas Baden sowie Oliver Schmidt-Rybandt und Clara Witthinrich an den Start. Beide Teams verfügen über viel Erfahrung im Offshore- und Double-handed-Segeln.
Lina Rixgens bestreitet bereits ihre dritte World Sailing Offshore-Weltmeisterschaft. Gemeinsam mit ihrem Mann Sverre Reincke hat sie zahlreiche Double-handed-Regatten auf ihrer eigenen Sun Fast 30 OD „Gaia“ gesegelt. In Marseille tritt sie gemeinsam mit Offshore-Profi Andreas Baden an.
Das zweite deutsche Duo bilden die Medizinstudentin Clara Witthinrich und der Rostocker Regattasegler Oliver Schmidt-Rybandt (Speedsailing), die dieses Jahr bereits gemeinsam am Baltic 500 teilnahmen und den Sieg in ihrer Klasse holten. Clara Witthinrich sagte im Vorfeld der Regatta, dass ihr die in der Notfallmedizin erlernte Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, dabei geholfen habe, Kompetenzen zu entwickeln, die sich unmittelbar auf das Offshore-Segeln übertragen lassen.
Das deutsche Duo Schmidt-Rybandt/Witthinrich startet in Gruppe 1, Rixgens/Baden in Gruppe 2. Ein direktes Aufeinandertreffen der beiden deutschen Teams ist somit erst im Finale der besten elf Mannschaften möglich.
Die Offshore-Weltmeisterschaft 2026 wird vom Cercle Nautique & Touristique du Lacydon (CNTL), dem Yacht Club de France (YCF), dem Royal Ocean Racing Club (RORC) und Cap Regatta mit Unterstützung des französischen Segelverbands (FFV) ausgerichtet.