Der dritte Stopp der sechsten SailGP-Saison in Sydney stellte die elf Teams vor taktisch anspruchsvolle Leichtwindbedingungen. Bei teils weniger als fünf Knoten segelten die foilenden F50-Katamarane auf sehr kurzen Rennkursen vor Shark Island – direkt vor der spektakulären Kulisse der australischen Metropole. Den Gesamtsieg sicherte sich das United States SailGP Team. Das deutsche SailGP Team mit Skipper Erik Kosegarten-Heil belegte Rang acht.
Um bei so wenig Wind überhaupt segeln beziehungsweise foilen zu können, setzten die Crews auf den 27,5 Meter hohen Wing sowie auf spezielle Leichtwind-Foils aus Carbon, die sogenannten T-Foils.
Das deutsche Team um Steuermann Erik Kosegarten-Heil kam mit den schwachwindigen Bedingungen nicht so gut zurecht wie erhofft. Am ersten Tag misslangen anfangs vor allem die Starts, so dass der deutsche F50 häufig in den Abwinden der Konkurrenz festhing. Der Tag endete mit einem versöhnlichen zweiten Rang im vierten Rennen. Am Sonntag gelang dann im sechsten Rennen noch einmal ein zweiter Platz.
Zum Auftakt belegte das deutsche Team die Plätze acht, neun, neun und zwei. Am zweiten Tag folgten die Ränge neun, zwei und sieben.
„Es war ein schmerzhafter Tag, die Boote zu segeln. Die Leichtwind-Bedingungen waren nervenaufreibend – Highspeed-Foilen bei viel Wind macht natürlich mehr Spaß“, sagte SailGP-Taktikerin Anna Barth, die neben ihrem Einsatz in der foilenden Segelliga gemeinsam mit Emma Kohlhoff im 49erFX zum Perspektivkader des German Sailing Team gehört. „Aber Wetterabhängigkeit ist Teil des Spiels und auch das Schöne an unserem Sport. Es war ein bisschen wie Topfschlagen da draußen. Bei solchen Bedingungen gehört auch immer etwas Glück dazu. Trotzdem haben wir gute Fortschritte gemacht.“
In der Gesamtwertung liegt das deutsche Team nun mit zehn Punkten auf dem neunten Rang und hat damit direkten Anschluss an Italien und Dänemark, die mit jeweils mehr Punkten die Plätze sieben und acht belegen. Tabellenführer ist das britische Team vor Australien.
Das nächste SailGP-Event findet am 11. und 12. April 2026 in Brasilien in der Guanabara Bay statt. Bis dahin sollen auch die Reparaturarbeiten am französischen Boot nach dem schweren Crash in Auckland vor zwei Wochen abgeschlossen sein, so dass dann wieder zwölf Teams an den Start gehen können.