SailGP in Auckland von Crash überschattet

Drei Segler in schwarzen Neoprenanzügen auf einem foilenden F50-Katamaran, auf dem blauen Rumpf ist deutlich der Name des Sponsors zu erkennen
Beim zweiten Event der SailGP Saison 2026 vor Auckland kam das deutsche Team um Skipper Erik Kosegarten-Heil auf den siebten Rang. © James Gourley für SailGP

Vor Auckland fand am Wochenende der zweite Stopp der aktuellen SailGP-Saison statt. Im Waitematā Harbour traten 13 internationale Teams auf ihren baugleichen, foilenden F50-Katamaranen gegeneinander an. Bei böigem Südwestwind mit Spitzen von bis zu 33 Knoten herrschten äußerst anspruchsvolle Bedingungen. Das Practice Race musste aufgrund des starken Windes abgesagt werden, die für Sonntag geplanten Rennen wurden aus Sicherheitsgründen vom Nachmittag in den Vormittag vorverlegt.

Das deutsche Team um Skipper Erik Kosegarten-Heil blieb auf dem anspruchsvollen Kurs unbeschadet und segelte zunächst Platzierungen im Mittelfeld ein. Überschattet wurde der Renntag jedoch von einem schweren Unfall im zweiten Rennen: Zwischen dem französischen und dem neuseeländischen Team kam es zu einer heftigen Kollision.

Der F50 der Neuseeländer geriet bei nahezu 50 Knoten in einer starken Böe außer Kontrolle und brach abrupt um 90 Grad nach Steuerbord aus. Das dicht dahinter mit ähnlicher Geschwindigkeit fahrende französische Boot hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen. Beim Zusammenstoß wurden eine Seglerin und ein Segler verletzt. Beide Katamarane wurden so stark beschädigt, dass sie an den folgenden Rennen nicht mehr teilnehmen konnten. Der erste Renntag wurde daraufhin vorzeitig beendet.

Als unmittelbare Reaktion führte die Rennleitung am Folgetag erstmals in der Geschichte der Liga das sogenannte Split-Fleet-Format ein. Dabei wurden die Fleet Races in geteilten Gruppen ausgetragen; die Ergebnisse bestimmten die drei besten Teams des Auckland-Events, die anschließend im Finalrennen um den Tagessieg segelten.

Im Finale setzte sich das australische Team gegen die Konkurrenten aus Großbritannien und Spanien durch. Die Deutschen belegten am ersten Tag die Plätze fünf und 13. In den neu eingeführten Split-Races am zweiten Tag folgten Rang drei und Rang zwei, womit das Team in der Gesamtwertung des Events auf Platz sechs kam.

„Es ist noch viel Luft nach oben. Rückblickend war es sicherlich kein perfektes Wochenende, wenn man vergleicht, wie viel wir uns verbessern wollten und wie viel wir tatsächlich geschafft haben“, sagte Skipper Erik Kosegaerten-Heil nach dem Rennwochenende. „Aber wir haben Fortschritte gemacht, und das ist am Ende das Positive. Für Sydney haben wir ein paar klare Prioritäten identifiziert – es gibt also noch einiges zu tun.“

Nach dem Event in Auckland führt Australien weiterhin die Saisonwertung an, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Das deutsche Team liegt mit sieben Punkten auf Rang sieben im Gesamtklassement. Der dritte Saisonstopp findet bereits am 28. und 29. Februar in Sydney statt, ob die Katamarane der neuseeländischen und französischen Teams dann wieder einsatzbereit sind, ist noch unklar.