EBA-Tagung in Salzburg

Die Vorstandsmitglieder der Eureopean Boating Association stehen für ein Gruppenbild in einem tagungsraum zusammen
Der neue EBA-Vorstand, von links nach rechts: Laurent Kolly, OeSV, neu gewählt, daneben Carol Paddison, EBA-Sekretärin, gefolgt von Jan Jannsen, President und vom Finnischen Verband, Mona Küppers und Bengt Garde, SBU Schweden. Es fehlt der Schatzmeister Leif Nielsen von Dansk Sejlunion. © EBA

Die European Boating Association (EBA) hielt am Wochenende in Salzburg ihr halbjährliches Treffen ab – ein wichtiger Austausch der europäischen Wassersportvertreter.

Ein Schwerpunkt des EBA-Meetings war die Evaluation zweier Positionspapiere. Die EBA-Mitglieder beschlossen, ihre Kernforderungen zu den Themen Boots-Recycling sowie AIS-Navigation zu behalten. Dazu sagt DSV-Präsidentin Mona Küppers: „Da sich bei der Überprüfung ergeben hat, dass  alle die Herausforderungen als auch unsere Forderungen nach wie vor gültig sind, müssen auch die Positionspapiere nicht verändert werden.  

Die Mitglieder der European Boating Association haben sich zum Gruppenbild vor dem Eingang zur österreichischen Werft Sunbeam aufgestellt. Recht mittig steht Mona Küppers in weißer Bluse.
Bei der EBA-Tagung stand auch ein Besuch bei Sunbeam auf dem Programm. Werfteigner Andreas Schöchl berichtete von den Nachhaltigkeits-Ansätzen seiner Firma und wie das Thema End-of-Life bereits beim Bootsbau mitgedacht wird. © EBA

Beim Boots-Recycling fordert die EBA finanzielle Anreize, damit die Werften bereits beim Bau von Booten das Recycling mitdenken. Außerdem setzt sich die EBA für ein europaübergreifendes Prämien-System ein, damit Eigner das kostspielige Abwracken ihres Bootes nicht alleine finanzieren müssen. So soll vermieden werden, dass am Ende „Bootsleichen“ zurückbleiben – ein Ärgernis, das die Allgemeinheit teuer bezahlen muss. Wie Mona Küppers berichtet, gibt es in Norwegen bereits ein entsprechendes Modell: „Eigner bekommen dort eine kleine Summe Geld, wenn sie ihr altes Boot fachmännisch recyceln lassen. Finanziert wird diese Abwrackprämie durch eine Abgabe auf Plastiktüten. Besonders für kleine Boote mit geringen Transportkosten zum Recyclingbetrieb ist das ein pragmatischer Ansatz.“

Zum Positionspapier „End of Life of Boats“

Zum Thema AIS auf Sportbooten blieben die EBA-Mitglieder bei dem Standpunkt, dass das automatische Identifikationssystem für Sportboote keinesfalls verpflichtend werden soll, unter anderem weil Kosten und Aufwand gerade für kleinere Boote nicht vertretbar sind.  

Zum Positionspapier „AIS“

In Salzburg wählten die EBA-Delegierten Laurent Kolly vom Österreichischen Segler-Verband zum neuen Vizepräsidenten. Außerdem wurde der Haushalt für 2026 verabschiedet.

Die European Boating Association ist die Interessenvertretung der europäischen Wassersportverbände. Vertreterinnen und Vertreter der EBA sind unter anderem in wichtige Gremien wie der Kommission für den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets (Helsinki-Kommission, kurz HELCOM) vertreten und setzen sich für die Interessen der europäischen Seglerinnen und Segler ein. Mona Küppers ist seit 2020 Vizepräsidentin der EBA. Darüber hinaus nimmt Timo Haß als Vorsitzender des DSV-Ausschusses „Internationale Zusammenarbeit“ an den Sitzungen teil. Neben dem DSV vertritt auch der Deutsche Motoryachtverband die deutschen Interessen innerhalb der EBA.