Windsurfen Fin Slalom: Nico Prien gewinnt Europameister-Titel

Nico Prien vom NRV ist Europameister im Windsurfen Fin Slalom. © Waterz, IFCA Class

Mit einem deutlichen Sieg für den Norddeutschen Nico Prien endete die Europameisterschaft Fin Slalom auf dem Ringkøbing Fjord in Dänemark. Hinter dem Windsurfer vom Norddeutschen Regatta Verein landeten Taty Frans (Bonaire) und Sacha Fortune aus Frankreich auf dem Podium. Mit Anton Richter vom Surf Club Kiel auf Rang sechs und dem Flensburger Gunnar Asmussen (Surf Club Kiel) auf Rang zehn platzierten sich zwei weitere Deutsche in der Gesamtwertung unter den Top Ten.

Acht Rennen, sechs Siege, von denen einer den Streichergebnissen geopfert werden musste – der 31jährige Nico Prien dominierte die Europameisterschaft in Dänemark bei Wind zwischen zwölf und 25 Knoten in Regenböen vom ersten Tag an. „Ich habe die ganze Saison über konzentriert trainiert, bin bei vielen Wettbewerben gestartet und mit viel Selbstbewusstsein und entspannt nach Hvide Sande gereist“, sagt Nico Prien, der seit seinem zwölften Lebensjahr auf dem Board steht, unter anderem im PWA (Professional Windsurfers Association)-Worldcup auf dem Foil und der Finne unterwegs ist und in diesem Jahr mit dem Défi Wind in Frankreich das weltweite größte und anspruchsvollste Langstrecken-Rennen der Welt gewonnen hat (lest hier mehr).

Das Wasser auf dem Fjord war im Vergleich zu den meisten Weltcup-Revieren sehr glatt mit wenig Welle. © Waterz, IFCA Class

Auf dem Ringkøbing Fjord lief jetzt alles nahezu perfekt: „Gute Starts, keine Fehler bei den Halsen und durchgehend hohe Geschwindigkeit – es hat einfach alles geklappt“, resümiert Nico Prien, der sich auch als selbständiger Unternehmer mit dem Windsurfen beschäftigt: Er betreibt unter anderem einen erfolgreichen YouTube-Kanal und bietet Surfreisen an.

Die Bedingungen auf dem dänischen Gewässer waren vergleichsweise „einfach“. Zum einen seien nicht alle Worldcup-Windsurfer am Start gewesen, „und auf dem Fjord hatten wir im Vergleich zu den meisten Weltcup-Revieren glattes Wasser mit wenig Welle“, sagt Nico Prien.

Links mit der GER-6 der 20jährige Anton Richter, im Hintergrund mit der GER-7 Europameister Nico Prien. © Waterz, IFCA Class

Ein wenig vermisst hat auch der 20jährige Anton Richter die Welle. Im World-Cup ist der Kieler vorwiegend in der Welle am Start, liegt in der aktuellen Weltrangliste bei den Pro Junior Boys (U 21) auf Rang zwei und gilt als eines der größten deutschen Nachwuchstalente in der Szene. „Anton hat ein außergewöhnliches Fahrgefühl“, lobt auch Nico Prien den jungen Fahrer. In Hvide Sande belegte er im Gesamtklassement der insgesamt 49 teilnehmenden Männer Rang sechs und den ersten Platz in der Youth-Wertung. Sein Ziel für 2026: „Es ist mein letztes Jahr in der U 21-Wertung – ich möchte dort Weltmeister werden“, sagt Anton Richter. „Und mich gleichzeitig bei den Herren auf der World Tour weiter zu etablieren.“

Gunnar Asmussen aus Flensburg, der in der vergangenen Woche auf Fehmarn den IDM-Titel im Speedwindsurfen zum fünften Mal in Folge gewonnen hatte (lest hier mehr), landete auf Rang zehn, in der Masters-Wertung wurde er Zweiter.

© Waterz, IFCA Class

Bei den Frauen gewann die Britin Jenna Gibson aus Großbritannien vor Titelverteidigerin Justine Lemeteyer (Frankreich) und Mae Davico, ebenfalls Frankreich.

Alle Ergebnisse gibt es auf der Eventsite.