Am Abend des 13. März 2026 wurde im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses zum 19. Mal der German Offshore Award verliehen. Die Auszeichnung für die beste deutsche Hochseeyacht des Jahres 2025 ging an die GP 42 „X-Day“. Gewürdigt wurde damit der achte Platz im Rolex Fastnet Race 2025 in der IRC-Gesamtwertung. Die knapp 13 Meter lange Yacht des Eigners Walter Watermann startete unter dem Stander des Plöner Segel-Vereins, gesteuert von Skipper Lars Hückstädt, bei dem berühmten Mittelstreckenrennen.
„Die Siegeryacht wird von Kennern als ‚performant‘ beschrieben. Sie ist leicht und segelt sich wie eine Jolle – Spritzwasser inklusive. Auf ihrem Trailer reist sie zu den verschiedenen Regatten quer durch Europa, organisiert von einem wunderbaren Duo aus Eigner und Skipper, die gemeinsam mit ihrem Team alles für große Erfolge vorbereiten“, sagte Sportstaatsrat Christoph Holstein in seiner Laudatio.
Neben der „X-Day“ waren außerdem folgende Yachten für den Preis nominiert: die Swan 441 „Best Buddies“ (Norddeutscher Regatta Verein/Royal Ocean Racing Club) von Kay-Johannes Wrede und Susann Eggers-Wrede für den ersten Platz beim Aegean 600; die JPK 10.10 „Sharifa“ (Yacht Club Strande) mit Rasmus Töpsch und Cord Hall für den dritten Platz bei der Doublehanded-Regatta Transquadra; die Botin 56 „Black Pearl“ von Stefan Jentzsch, die dem Team der TP 52 „Red Bandit“ (Bayerischer Yacht-Club) für das Rolex Middle Sea Race zur Verfügung gestellt wurde und dort den neunten Platz belegte sowie die Solaris 80RS „Alithia“ von Jost Stollmann (Düsseldorfer Yacht-Club), die mit einer internationalen Crew am Rolex Sydney Hobart Race teilnahm und den siebten Rang in der PHS-Wertung sowie Platz 18 im Gesamtklassement erreichte.
Den Lifetime Award für sein seglerisches Lebenswerk erhielt der fast 100-jährige Gerd Trulsen, Ehrenvorsitzender des Hamburgischen Vereins Seefahrt. Er prägte über viele Jahre maßgeblich die Geschicke des Vereins, öffnete ihn für Jugendliche verschiedener Segelvereine und investierte viel Zeit in die Chronik zum 100-jährigen Jubiläum.
Der Wehring & Wolfes Jugendpreis ging an das J/70-Bundesliga-Juniorenteam des Norddeutschen Regatta Vereins, das in den vergangenen Jahren sowohl in der Junioren-Segelbundesliga als auch bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der J/70 erfolgreich war.