88. Hochseeseglerabend im Rathaus zu Bremen

Zahlreiche Preise für erfolgreiche Regattayachten, einige davon in Silber
Die Wanderpreise, die im Rahmen des Hochseeseglerabends vergeben werden, sind so unterschiedlich wie die Yachten und ihre Crews, die ausgezeichnet werden. © heidmannfotografie.de

Am 1. November lud die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ e.V. (SKWB) zum 88. Hochseeseglerabend ins Rathaus zu Bremen ein. Rund 250 Hochseeseglerinnen und Hochseesegler sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Verwaltung folgten der Einladung, um in festlicher Atmosphäre gemeinsam auf die Segelsaison 2025 zurückzublicken.

Traditionell begann der von der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ organisierte Abend mit verschiedenen Vorträgen zu den anschließend prämierten Reisen und Regatten, bevor die Laudationen auf die ausgezeichneten Yachten und ihre Crews gehalten und die Preise vergeben wurden. Anschließend wurde wie für den Hochseeseglerabend üblich der erste Grünkohl des Jahres serviert – für die norddeutsche Hansestadt typisch mit Pinkel und Kartoffeln.

Festliche geschmückte lange Tafeln im Rathaus zu Bremen.
Der Hochseeseglerabend findet traditionell im historischen Rathaus zu Bremen statt, nach einführenden Vorträgen gibt es ein gesetztes Essen an den langen, aufwändig dekorierten Tischen im Festsaal. © heidmannfotografie.de

Den Auftakt bildete die Verleihung des Offshore-Preises der Regatta Vereinigung Seesegeln an die XP-44 „Xenia“ von Bernhard Buchwald (Wassersportverein Wulsdorf) mit Steuermann Ralf Lässig. Ebenfalls erhielt die Yacht den Rolf-Schmidt-Gedächtnispreis für das beste Abschneiden aller teilnehmenden Yachten an den Regatten Nordseewoche/Rund Helgoland, Nordseewoche – HOT, Kieler Woche/Aalregatta und blueribboncup.

Die Hochseesegler-Preise der SKWB wurden 2025 an folgende Yachten verliehen:

Fünf junge Menschen stehen bei einer Preisverleihung. Eine Frau hält einen Preis in den Händen, der eine Figur mit einem Diskus zeigt.
Die Crew der „Haspa Hamburg“ um Skipperin Katrina Westphal erhielt den Franz-Perlia-Seefahrtspreis der Jugend für ihre 3.163 Seemeilen lange Transatlantik-Regatta von Newport (USA) nach Cowes (UK). Das Durchschnittsalter der Crew betrug 26 Jahre. © heidmannfotografie.de
  • Franz-Perlia-Seefahrtspreis der Jugend für die Crew der „Haspa Hamburg“ des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) mit Skipperin Katrina Westphal.
    Die junge Crew – mit einem Durchschnittsalter vn nur 26 Jahren – segelte rund 3.163 Seemeilen von Newport (RI, USA) über Cowes (UK) im Rahmen des Transatlantic Race (NYYC RORC).
  • Tanja-Pokal für die Reise der
    „Meme Pas Peur“ von Skipper Jan Müller, die über 3.538 Seemeilen von Cherbourg (Frankreich) bis nach Scoresbysund (Ostgrönland) führte – mit Stationen auf Schottland, den Färöer Inseln und Island.
  • Silberner Globus für die letzte Reise von Carol Smolawa mit der vereinseigenen Yacht „Wappen von Bremen“ nach Norwegen. Carol Smolawa verstarb im September 2025 unerwartet, der Preis ehrt sein seglerisches Engagement und seine Verdienste für die SKWB.
  • Robbe & Berking German Offshore Trophy 2025 für die SKWB Clubyacht„Löwe von Bremen“ und Skipper Frederik Nabor.
  • Schlüssel-Preis der Freien Hansestadt Bremen für herausragende Leistungen deutscher Yachten bei internationalen Hochseeregatten, in diesem Jahr für die modifizierte Marten 49 „Moana“ von Hanno Ziehm.
Sechs Männer halten den Wanderpreis "Silberner Globus" für eine Segelreise in den Händen.
Der „Silberne Globus“ wurde für die letzte Reise von Carol Smolawa mit der vereinseigenen Yacht „Wappen von Bremen“ nach Norwegen verliehen. © heidmannfotografie.de

Zum Abschluss der Preiseverleihung wurde die „Ansgarkette“ vergeben – der Wanderpreis, der jedes Jahr zwischen der in Freundschaft rivalisierenden Ausbldungsvereine zwischen SKWB und HVS ausgesegelt wird.

Den Preis hat gewonnen, wer in den meisten Regatten, bei denen man aufeinandergetroffen ist, der jeweils bessere war. Der HVS sowie die SKWB haben mit ihren Yachten jeweils zwei Wettfahrten gewonnen. Allerdings hat die SKWB die Regatten mit deutlicher längerer Strecke gewonnen, so dass die begehrte Kette dieses Jahr an die SKWB-Crew der „Löwe von Bremen“ ging.