Die ganze Vielfalt des Seesegelsports zeigte sich bei der traditionellen Flensburger Fördewoche zum Saisonausklang an der Ostsee. Neben den großen Yachten trugen die X-79 und J/24 ihre German Open aus, die Albin Express segelte ihren Expressen-Pokal aus.
„Bänder“ für die schnellsten Yachten
Beim Flensburger Pilsner Cup wurde um die „Bänder“ gesegelt. Mit rund 50 teilnehmenden Yachten war die Regatta gut besetzt. Der 38 Seemeilen lange Kurs führte von der Flensburger Innenförde über Middelgrund nach Sønderborg und zurück. Die Windstärke variierte immer wieder, so dass die Seglerinnen und Segler trotz des entspannten Halbwindkurses das ganze Rennen über gefordert waren.
Von Glücksburg und dem Fördeufer aus konnten Zuschauerinnen und Zuschauer das Regattageschehen verfolgen. Wettfahrtleiter war DSV-Vizepräsident Claus Otto Hansen, der sich seit Jahren ehrenamtlich für „seinen“ FSC engagiert.
Das Blau-Gelbe Band der Flensburger Förde gewann Daniel Baum (Hamburger Segel-Club) mit seiner „Elida“. Mit seiner auffälligen Holzyacht verwies er Lars Hückstädt (Royal Ocean Racing Club) mit der GP42 „X-Day“ und Lars Hidde (Blankeneser Segel-Club) mit der Mat 1220 „Pure“ auf die Plätze zwei und drei.
Das Blaue Band der Flensburger Förde für die schnellste an der Förde beheimatete Yacht ging an Jochen Frank, den 1. Vorsitzenden des Flensburger Segel-Clubs, mit seiner 12-mR-Yacht „Sphinx“. Mit der klassischen, vollständig restaurierten Yacht setzte er sich gegen die Konkurrenz aus der deutschen Offshore-Szene durch. Zweiter wurde Carl-Richard Richardsen (Flensborg Yacht Club) mit seiner Mat 1880 „Tøsen 2“, vor Sven Christian Koch (Flensburger Segel-Club) mit der X-41 „Imagine“.

In der Wertungsgruppe ORCi gewann Torsten Bastiansen (Flensborg Yacht-Club) mit der X-35 „Alsydbank“ vor Ralf Lässig (Wassersportverein Wulsdorf) mit der XP-44 „Xenia“. Dritter wurde Bo Teichmann (Segelverein Arnis von 1981) mit der Cape 31 „Outsider“.
In der Gruppe der kleineren Yachten nach ORC Club gewann Leif Ole Daetz (Flensburger Segel-Club) mit seiner Melges 20 „Atomic Blue“, in der Gruppe der großen Yachten war Knut Freudenberg (Segler-Vereinigung Flensburg) mit der Dehler 39 SQ „Halbtrocken“ Erster.
German Open der X-79 und J/24
Die German Open der X-79 gewann Olaf Schütt vom Rostocker Yachtclub mit seiner Crew. Bei den J/24 setzte sich die Crew der „Hungriger Wolf“ vom Segel-Verein Altona-Oevelgönne mit Steuermann Till Pomarius durch. Schnellste Albin Express war „Fräulein P.“ mit Skipper Jan Brink und seiner Crew vom Flensburger Segel-Club, gefolgt von fünf „Express“-Teams, die aus Dänemark angereist waren. Insgesamt nahmen 36 Boote in den Einheitsklassen teil.

Die drei Klassen trugen an drei Tagen ihre Wettfahrten auf der Innenförde aus. Die großen Yachten absolvierten nach der Langstrecke Lyø-Rund und dem Up-and-Down des Nospa Cups am Samstag die Langstrecke um die „Bänder“.

Am Samstagabend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur gemeinsamen Feier in der großen Bootshalle des FSC. „Was der FSC für die Seglerinnen und Segler hier auf die Beine gestellt hat, war richtig gut. Es war am nächsten Tag noch Gesprächsthema Nummer eins, was hier für eine gute Party stattfand“, berichtet Robert Jacobsen aus der Abteilung Technik und Seesegeln des DSV. Er war Taktiker an Bord der „Halbtrocken“. „Nach einem tollen Tag auf See standen alle zusammen und haben den gemeinsamen Abend genossen. Ein Geschenk für die Seesegelszene.“
Alle Ergebnisse sind auf Manage2Sail zusammengefasst.
