IDM Double-Handed Titel für Team der „Xalty“

Drei Yachten von hinten, die vorderen beiden sind weiß, die hintere ist aus Holz.
Das "Silberne Band" begann als Leichtwindregatta und endete nach Bahnverkürzung mit einem heftigen Gewitter. © Kieler Woche 2026/Christian Beeck

Nach hohen Temperaturen und tagelanger Flaute endete die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) Double-Handed im Rahmen der Kieler Woche mit einem dramatischen Hitzegewitter über der Ostsee. Am Ende entschieden der richtige Blick auf Himmel und Wolken sowie vorausschauende Seemannschaft über den Meistertitel.

Bernd Dreier (DHH Regattagruppe), Skipper der X-332 „Xalty“, erkannte das aufziehende Unwetter frühzeitig. Zum Erstaunen der in der Flaute treibenden Konkurrenz wechselte er auf ein schwereres Vorsegel, zog ein Reff ein und erschien wenig später bereits im Ölzeug an Deck. Kurz darauf traf eine Gewitterfront mit mehr als 40 Knoten Wind die Flotte. Auf der bis dahin führenden J/97 riss das Großsegel, und die Titelhoffnungen der „Duckhawk“ von Ole Wiechell (Blankeneser Segel-Club) und Justus Schnakenburg (Yachtsport-Club Deutschland), die nach den Plätzen eins und zwei im Senatspreis die Meisterschaft angeführt hatten, waren dahin.

Erst Flaute, dann Gewitter

Mit den Plätzen eins und fünf im Senatspreis sowie Rang drei nach berechneter Zeit beim Silbernen Band sicherten sich Bernd Dreyer und Jan Assmann (Sail-Lollipop Regatta Verein) auf der X-332 „Xalty“ den deutschen Meistertitel. Damit wiederholten sie ihren Erfolg vom Vorjahr. Nach dem Zieleinlauf vor Avernakø nahm das Team direkt Kurs auf den Heimathafen Flensburg und entging damit einer zweiten Gewitterzelle südlich von Ærø, die mit Böen von mehr als 60 Knoten über die zurückkehrende Flotte hinwegzog.

Zwei Männer mit blauen T-Shirts auf einem Podest mit der Nummer 1, daneben ein Mann und eine Frau auf dem zweiten Platz.
Bernd Dreier und Jan Assmann gewannen die IDM Double-Handed 2026, links daneben Julia Walgern und Serjoscha Bendern. © Kieler Woche 2026/Christian Beeck

Silber gewannen Julia Walgern und Serjoscha Bender vom Akademischen Seglerverein der RWTH Aachen auf der modifizierten X-332 „Xirasol“. Bronze ging an Michael und Ruth Matzke vom Segel-Verein Altona-Oevelgönne auf der Banner 30 „Lotta“.

In der Crewwertung beim „Silbernen Band“ gewann Christoph Mählmann (Blankeneser Segel-Club) mit der Swan 46 „Rarotonga“ die ORC-A/B-Wertung. Zweite wurde die Hanse 400E „Carlotta“ mit Skipper Rüdiger Fuchs (Mühlenberger Segel-Club), Rang drei belegte Christian Rönsch (Kieler Yacht-Club) mit der J-111 „Piranha“. In der Gruppe ORC C/D setzte sich Christian Masilge (Akademischer Segler-Verein) auf „Krabauter“ durch. Platz zwei belegte Jürgen Klinghardt (LYC/NRV/SKWB) mit der Italia 9.98 „Patent 4“, Dritte wurde das Team des ASV Wismar mit Steuermann Eike Carmincke auf der Mat 1010 „Matchbox“.

Hälfte des Regattafeldes gab auf

Die IDM Double-Handed setzte sich aus dem Senatspreis und der Langstreckenregatta „Silbernes Band“ zusammen. Insgesamt hatten zwölf deutsche Teams für die IDM Double-Handed gemeldet. Sechs von ihnen mussten das „Silberne Band“ vorzeitig aufgeben. Aufgrund der bleiernen Flaute hatte die Wettfahrtleitung am Samstagvormittag eine Bahnverkürzung bekannt gegeben, da das Zeitlimit bis zum Überqueren der Ziellinie um 21 Uhr am Samstagabend nicht einzuhalten war.

Die vollständigen Ergebnisse der Kieler Woche 2026 sowie der IDM Double-Handed sind auf Manage2Sail veröffentlicht.