Lasse Brudek gewinnt EM-Titel im Windsurfer LT

Ein Windsurfer surft über das Wasser, er streckt den Arm in die Höhe und freut sich. Das Segel ist pinkfarben
Lasse Brudek vom Windsurfing Club Jade freut sich über den EM-Titel Windsurfer LT 2026 in seiner Gewichtsklasse. Auf dem Attersee in Österreich starteten insgesamt rund 120 Aktive. © Christian Bratsch

Nach sieben Rennen stand der neue Europameister fest: Lasse Brudek vom Windsurfing Club Jade gewann in seiner Gewichtsklasse (Medium Weight). Insgesamt gingen bei den Titelwettbewerben am Attersee in Österreich mehr als 120 Windsurferinnen und Windsurfer aus 16 Nationen an den Start, zum deutschen Team gehörten 29 Teilnehmende.

Eigentlich ist der Attersee in Oberösterreich bekannt für seinen verlässlichen Thermikwind, doch der sogenannte „Rosenwind“ fehlte diesmal. Drehender und wenig konstanter Wind zwischen sieben und 15 Knoten stellte die Aktiven auf dem Gewässer vor Herausforderungen. Am Ende kam der 30-Jährige Lasse Brudek mehr als gut damit zurecht und setzte sich gegen die starke internationale Konkurrenz durch. Gleich das erste Kursrennen lief für den Mann aus Wilhelmshaven perfekt: „Ich habe gewonnen und bin mit starkem Selbstbewusstsein in die weiteren Wettfahrten gegangen.“

Das brauchte er auch: Im zweiten von insgesamt fünf Kursrennen erreichte Lasse Brudek nach einer schlechten ersten Kreuz erst als 25. die Luvtonne, konnte sich aber am Ende noch auf Rang sechs vorarbeiten. Auch der Start beim doppelt gewerteten Marathonrennen lief „echt chaotisch, ich bin als einer der letzten weggekommen“, sagt Lasse Brudek selbstkritisch. Am Ende überquerte er als Dritter im Gesamtfeld und als Sieger in seiner Gewichtsklasse die Ziellinie. „Das war für mich der emotionalste Moment – meine intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt.“

Viele Windsurfer warten an der Startlinie zu einer Wettfahrt.
Start zum Marathonrennen bei der EM Windsurfer LT. © Irene Schanda

International wird das Teilnehmendenfeld beim Windsurfer LT in vier Gewichtsgruppen bei den Männern und eine Frauen-Startgruppe (zwei Gewichtskategorien) aufgeteilt, die in der Regel in drei Disziplinen (Kursrennen, Marathon, Slalom) antreten. In den Kursrennen starten die Gewichtsgruppen separat, beim Long-Distance-Rennen gehen alle gemeinsam an den Start. Am Attersee gab es aufgrund der Windverhältnisse keinen Slalom.

Erfolge für deutsche Nachwuchssurfer

Die aktuelle moderne Version des Windsurfer LT ist ein One-Design-Board mit stufenlos verstellbarem Klappschwert und Finne, kommt schnell ins Gleiten und eignet sich gut für den Einstieg ins Regattageschehen. Bei den Wettfahrten steht die Taktik im Vordergrund, Materialschlachten gibt es nicht. Seit dieser Saison surfen auch die Vereinsteams in der Surf-Bundesliga in gleichberechtigten Kategorien wahlweise auf dem Raceboard oder dem Windsurfer LT. Das Board erfreut sich in allen Altersgruppen und insbesondere bei Jugendlichen wachsender Beliebtheit. Mit Karl Matysek vom Surf Club Kiel und Chris Bierwag (Surfclub Chiemsee) starteten gleich zwei 16-jährige Deutsche – mit beachtlichen Erfolgen im Feld mit den deutlich erfahreneren Aktiven. In der Gruppe A (Light Weight) belegte der Süddeutsche insgesamt Rang zehn, der Norddeutsche landete in der Gruppe B (Medium Weight) sogar auf Platz sieben. 

Beste deutsche Frau wurde Ingard Borgel als Fünfte, bei den Männern landete der Kölner Herbert Weynand in Gruppe C (Medium Heavy) auf Rang fünf – beide starten für den Windsurfing Club Jade

Alle Ergebnisse gibt es auf der Eventsite