Die erste Meisterschaftsentscheidung im Seesegeln bei der Kieler Woche 2026 ist gefallen: In der Gruppe der großen Yachten ORC A/B gewann Erik Stannow aus Helsingør mit der XR41 „Dixi 5“ die Internationale Deutsche Meisterschaft Inshore im Seesegeln. In der Gruppe ORC C/D siegte Sönke Meier-Sawatzki mit der Cape 31 „Niramo“ (Kieler Yacht-Club).
Auch der Vizetitel in ORC A ging nach Dänemark: Auf Rang zwei kam die Fast 40+ „Al Capone 2.0“ mit Steuermann Tue Steen Andersen. Die „Al Capone 2.0“ hätte seglerisch Chancen auf den Gesamtsieg gehabt, bekam aber nach einer Kontrollwiegung wegen Überschreitung des Gewichtslimits Strafpunkte.

Dritter auf dem Treppchen in Kiel-Schilksee war Lars Hidde (Blankeneser Segel-Club) mit der Mat 1220 „Pure“, der zuvor die IDM Offshore gewinnen konnte.
„Der Sieg in Kiel macht uns optimistisch für die Europameisterschaft in Klaipėda“, sagte „Dixi 5“-Projektleiter und Großsegeltrimmer Gordon Nickel. „Es war an allen Tagen sehr intensiv und ein großartiger Wettkampf.“ Die zehnköpfige Crew der „Dixi 5“ setzt sich überwiegend aus deutschen Seeseglern zusammen, für die Taktik war der Däne Jesper Radich zuständig.

Cape 31 dominieren in ORC C/D
Strahlende Gesichter gab es auch bei Sönke Meier-Sawatzki, dem Eigner der neuen Cape 31 „Niramo“, und seiner internationalen Crew, der die IDM in der Gruppe ORC C/D für sich entscheiden konnte. Platz zwei ging an den Schweden Patrick Forsgren mit seiner modifizierten First 36.7 „Garmin Team Pro4u“. Drittes Team auf dem Podium war Johannes Wackerhagen (Kieler Yacht-Club) mit der „Lil’Desna“, ebenfalls einer Cape 31.

„Wir haben den Racer erst im November gekauft und die Kieler Woche zum Tuning genutzt“, freute sich Sönke Meier-Sawatzki nach dem Titelgewinn. „Speed finden, Handling abstimmen und das gegen starke Konkurrenz auf einem erstklassig organisierten Event – mit dem Titelgewinn wurden alle Ziele mehr als erreicht.“
Eigner Sönke Meier-Sawatzki ist der einzige Deutsche an Bord. Mit Bouwe Bekking, Torvar Mirsky und anderen internationalen Segelprofis stellte er eine höchst ambitionierte, sehr leistungsstarke Crew zusammen. In dieser Konstellation möchte er auch im kommenden Jahr an der ORC-WM in Kopenhagen teilnehmen; seinen seglerischen Schwerpunkt sieht er jedoch in der stark prosperierenden Einheitsklasse. „Die Cape 31 – international das Nonplusultra“, betonte er.

Die Wertung für die IDM Inshore setzte sich in diesem Jahr aus der leichtwindigen Aalregatta, einer Zubringerregatta und sieben Up-and-Down-Wettfahrten auf dem Stoller Grund zusammen. Insgesamt gingen neun Rennen an vier Tagen in die Wertung ein.
IDM Double-Handed in der zweiten Wochenhälfte
Insgesamt nahmen an der IDM Inshore 25 internationale Crews teil. In der zweiten Hälfte der Kieler Woche wird nun die IDM Double-Handed ausgesegelt, die sich aus dem Senatspreis und dem Silbernen Band zusammensetzt.
Alle Ergebnisse sind auf Manage2Sail zusammengefasst.