Internationale Bodenseewoche 2026 setzte Zeichen für Inklusion

Eine klassische Yacht mit großem Spinnaker
Die Bodenseewoche lebt von der Vielfalt der verschiedenen Segelyachten und den vielen Klassikern, die begehrte Fotomotive sind. © Peter Nietsch

Vom 28. bis 31. Mai 2026 lockte die Internationale Bodenseewoche zahlreiche Seglerinnen und Segler, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Touristen in den Konstanzer Hafen. Rund 160 Boote und mehrere tausend Besucherinnen und Besucher genossen vier entspannte Tage am See, bei denen vor allem die Faszination und Schönheit des Segelsports im Mittelpunkt standen. Ein Programmschwerpunkt waren die „Inklusiven Segeltage Baden-Württemberg“.

Jedes Jahr reisen zahlreiche Seglerinnen und Segler mit ihren klassischen und modernen Segelyachten zur Bodenseewoche an. Edle Mahagoni-Yachten, sportliche Regattaboote und moderne Hightech-Racer repräsentieren mehr als ein Jahrhundert Yachtsportgeschichte. Diese Mischung aus klassischen und modernen Rennyachten macht den besonderen Reiz der Bodenseewoche aus.

Dieses Jahr bot die Bodenseewoche Sonne und Wärme satt. Das hochsommerliche Wetter hatte jedoch einen Haken: Statt an vier Tagen konnte nur am letzten Tag unter Regattabedingungen gesegelt werden – eine langanhaltende Flaute bescherte viele gesellige Stunden im Hafen, bei denen ausgiebig über die verschiedenen Schiffstypen und ihre Vorzüge gefachsimpelt wurde.

Eine Fotte von einheitlichen L30 Yachten
Die L30-Klasse, konzipiert für den Einsatz als Double-Handed Offshoreklasse bei den Olympischen Spielen, trug bei der Bodenseewoche ihre Europameisterschaft aus. © Peter Nietsch

Zu den sportlichen Höhepunkten zählte die Europameisterschaft der speziell für Double-Handed-Regatten entwickelten Bootsklasse L 30. Beim Klassenabend zur Eröffnung war auch DSV-Präsidentin Mona Küppers zu Gast. Sie nutzte die Gelegenheit zu einem ausführlichen Austausch mit Rodion Luka, Konstrukteur der L 30. Nach zwei Wettfahrten am letzten Regattatag stand das ukrainische Team um Skipper Andrii Husenko als Sieger fest. Bestes deutsches Team war die Crew um Jochen Beetz vom Memminger Yacht-Club, die den fünften Platz belegte. Die Ergebnisse sind auf Manage2Sail veröffentlicht.

Alle an Bord – Wassersport ohne Grenzen

Menschengruppe bei der Eröffnung der Bodenseewoche in Konstanz.
© Ulrich Küppers

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung lag auf dem Thema Inklusion. Unter dem Motto „Alle an Bord – Wassersport ohne Grenzen“ luden der Segelverband Baden-Württemberg und der Landesruderverband Baden-Württemberg Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen sowie interessierte Sportlerinnen und Sportler dazu ein, die vielfältigen Möglichkeiten des inklusiven Wassersports kennenzulernen und aktiv zu erleben.

Inklusives Segeln auf einer S\V 14
Bei den „Inklusiven Segeltagen Baden-Württemberg“ konnten alle Interessenten auf einer SV 14 Schnuppersegeln. © Peter Nietsch

Im Rahmen der dritten „Inklusiven Segeltage Baden-Württemberg“ präsentierten zahlreiche Segelvereine ihre inklusiven Angebote und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern, verschiedene Bootstypen kennenzulernen und auszuprobieren. Ob als Mitsegler an Bord oder selbst mit der Hand an der Pinne: Unter Anleitung erfahrener Skipperinnen und Skipper konnten viele Interessentinnen und Interessenten mit verschiedenen Handicaps erste praktische Erfahrungen im Segelsport sammeln.

Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Mitmachaktionen an den Ständen der beteiligten Vereine. Darüber hinaus sorgten eine digitale Übertragungsanlage sowie Blindenreportagen dafür, dass auch Menschen mit Sehbehinderung die Veranstaltungen verfolgen und miterleben konnten.

Mit diesem Programmschwerpunkt setzte die Internationale Bodenseewoche 2026 ein starkes Zeichen für Teilhabe und Vielfalt im Segelsport.

Unterstützt wurden die „Inklusiven Segeltage Baden-Württemberg“ unter anderem vom Integrativen Segelverein Bodensee, dem Segel- und Motorboot-Club Friedrichshafen, Special Olympics Baden-Württemberg, dem Stuttgarter Segelclub, dem Verein für Sozialpädagogisches Segeln, dem Württembergischen Yachtclub, dem Yachtclub Litzelstetten-Mainau, dem Yachtclub Rasmus Konstanz sowie der Turning Point Stiftung.