Beflügelt vom Podiumsplatz beim SailGP-Renntag vor Bermuda wollte das deutsche Team um Skipper Erik Kosegarten-Heil seine Erfolgsserie vor New York fortsetzen. Doch auf dem Hudson River vor der beeindruckenden Skyline Manhattans sorgten ein Frühstart und eine umstrittene Strafe dafür, dass das deutsche Team zwei schwache Ergebnisse in die Wertung einbringen musste. Ihre Nervenstärke und Resilienz stellte die Crew jedoch im letzten der drei Fleetraces unter Beweis, als sie nach einem gewonnenen Start als Vierte die Ziellinie überquerte.
Aufgrund starker Winde war am Samstag, dem ersten Renntag, das Ins-Wasser-Kranen der Boote nicht möglich, sodass die Wettfahrten erst am darauffolgenden Sonntag stattfinden konnten. Wie üblich wurden dann drei Fleetraces gesegelt und zum Abschluss das Finale der drei bestplatzierten Teams ausgetragen.
Der komprimierte Rennsonntag vor Governors Island verzieh keine Fehler. Bei drehenden Winden zwischen zwei und vier Beaufort sowie starker Strömung segelte das deutsche Team zu fünft. „Es war heute extrem schwer, das Boot ohne vorheriges Training in dieser Besetzung zu segeln. Bei nur drei Fleetraces musst du vom Start weg ganz vorne dabei sein, um überhaupt noch eine Chance auf das Finale zu haben“, sagte Erik Kosegarten-Heil nach dem Renntag. „Wir haben im ersten Rennen volles Risiko genommen, was direkt bestraft wurde.“
Besonders hadert der zweimalige olympische Bronzemedaillengewinner im 49er mit einer Schiedsrichterentscheidung im zweiten Rennen. Dem deutschen Team wurde dabei eine Regelverletzung vorgeworfen, die nach seiner Einschätzung äußerst hart geahndet wurde.
„Nach dem Frust der ersten beiden Rennen war das letzte Rennen vor allem wichtig für das gute Gefühl im Team. Wir haben einen sehr guten Start hingelegt und gezeigt, was möglich ist“, zieht Erik Kosegarten-Heil mit Verweis auf das erfolgreiche letzte Rennen Bilanz. „Unterm Strich war es für uns aber ein extrem harter Sonntag, aus dem wir viel lernen müssen.“
Im Finale setzte sich das australische Team vor Großbritannien und Kanada durch. Das deutsche Team belegte den elften Rang und rutschte damit im Gesamtklassement auf den siebten Platz ab.
Der nächste Stopp der internationalen Rennserie findet am 20. und 21. Juni im kanadischen Halifax statt. Am 22./23. August gastiert der SailGP zum zweiten Mal in Sassnitz, Tickets sind bereits jetzt online erhältlich.