Wechselnde Windbedingungen, enge Manöver und die wieder komplette SailGP-Flotte mit 13 Teams prägten das siebte Saisonevent in Kanada. Gesegelt wurde in zwei Gruppen, sodass in der Finalrunde erstmals vier Teams aufeinandertrafen.
Nach dem schweren Crash beim letzten SailGP-Event in New York, in den drei Boote verwickelt waren, entschieden die Organisatoren am ersten Renntag, die Flotte aufgrund durchziehender Fronten und heftiger Böen in zwei Gruppen auf den Kurs zu schicken.

Es zeigte sich jedoch, dass diese Vorsichtsmaßnahme verfrüht war. Zum Rennstart am Samstag hatte sich das Wetter beruhigt und der Wind so stark nachgelassen, dass mehrere Teams Schwierigkeiten hatten, auf die Foils zu kommen. Ein Rennen musste sogar wegen Überschreitung des Zeitlimits annulliert werden.
Das deutsche Team um Skipper Erik Kosegarten-Heil segelte bei den schwierigen Bedingungen am ersten Renntag auf die Plätze drei und vier und wahrte damit seine Chancen auf den Einzug in die Finalrunde. Am folgenden Tag verhinderten jedoch ein Penalty in der Vorstartphase sowie ein misslungenes Zeitmanagement gute Starts und infolgedessen Top-Platzierungen, sodass das Team nach den Plätzen drei und vier den Einzug in die Finalrunde verpasste.
„Wir hatten an diesem Wochenende ein wirklich gutes Bootsgefühl, aber im Nachhinein hätten die Starts besser sein müssen,“ zog Skipper Erik Kosegarten-Heil ein Resümee.

Aus Gruppe B, in der auch das deutsche Team antrat, zogen Schweden und die Schweiz in die Finalrunde ein. In Gruppe A qualifizierten sich Spanien und Australien. Am Ende entschied das spanische Team um Steuermann Diego Botín das Rennwochenende für sich.
Im Gesamtklassement führt weiterhin Australien vor Großbritannien und Spanien. Das deutsche Team kam in Halifax auf Rang acht und liegt nun auf dem siebten Platz der Gesamtwertung.
Die nächsten SailGP-Events finden in Europa statt. Am 25. und 26. Juli gastiert die Rennserie in Portsmouth, ehe am 22. und 23. August zum zweiten Mal die Rennen in Sassnitz ausgetragen werden. Tickets für das deutsche Event sind über diesen Link erhältlich.
„Unser absolutes Saison-Highlight ist Sassnitz! Wir haben die gesamte Segelelite im vergangenen Jahr von den überragenden Bedingungen dort überzeugt. Jetzt hoffen wir auf ähnlich epische Verhältnisse auf der Ostsee“, sagt Erik Kosegarten-Heil. „Wir wollen zu Hause ganz vorne mitfahren und wie immer um das Podium kämpfen.“