SailGP feiert Premiere in Rio de Janeiro

Erik Kosegarten-Heil mit dem Cap des deutschen SailGP Teams in dem Moment, in dem er einen Ball fängt
Erik Kosegarten-Heil, zweifacher olympischer Bronzemedaillengewinner im 49er, bereitet sich mit einem ganzheitlichen Training, das auch koordinative Übungen umfasst, auf die Rennen des SailGP vor. © Samo Vidic für SailGP

Erstmals macht die internationale Rennserie SailGP Station vor der spektakulären Kulisse von Rio de Janeiro. Vor dem berühmten Zuckerhut gehen an diesem Wochenende zwölf Teams auf foilenden F50-Katamaranen an den Start. Das deutsche Team mit Skipper Erik Kosegarten-Heil will auf dem olympischen Revier von 2016 wichtige Punkte sammeln und sich ins Mittelfeld der Tabelle vorarbeiten.

Nach dem schweren Crash von Auckland ist das Boot des neuseeländischen Teams „Black Foils“ noch nicht wieder einsatzbereit, sodass nur zwölf statt der für diese Saison 13 gemeldeten Nationenteams antreten können.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem brasilianischen Team um Martine Grael: Die zweifache Olympiasiegerin bestreitet ihr erstes Heimrennen und ist zugleich die erste Frau am Steuer eines F50-Katamarans. In der Gesamtwertung führt aktuell Emirates GBR, das deutsche Team liegt auf Rang neun.

Für den deutschen Skipper Erik Kosegarten-Heil ist Rio ein vertrauter Ort: 2016 gewann er hier gemeinsam mit Thomas Plößel im 49er seine erste olympische Bronzemedaille. Zehn Jahre später stellt er sich einer neuen sportlichen Herausforderung. Zwischen den Renntagen bereitet der Skipper sich mit einem ganzheitlichen Training, das weit über klassisches Krafttraining hinausgeht, gezielt auf die extrem kurzen und intensiven Wettfahrten der SailGP vor.

„Der Sport hat sich technologisch extrem weiterentwickelt“, erklärte Erik Kosegarten-Heil vor dem Rennwochenende. „Man kann es mit dem Skifahren vergleichen: Wer untrainiert auf die Piste geht, riskiert Verletzungen. Wer untrainiert auf einen F50 steigt, verliert die Kontrolle. Wir brauchen Top-Koordination, Kommunikation und Konzentration, die auch unter maximalem Stress nicht nachlässt.“

Dank der Zeitverschiebung können Fans in Deutschland die Rennen vor Rio zur Primetime live verfolgen: Das ZDF zeigt die Wettkämpfe am Samstag und Sonntag jeweils ab 20:00 Uhr in der Mediathek.