Beim SailGP-Event vor Rio erreichte das deutsche Team Rang sechs und verbesserte sich damit in der Gesamtwertung der Saison auf Rang acht. Zum ersten Mal in der Geschichte des SailGP fand ein Event der internationalen Rennserie vor Rio de Janeiro statt. Für viele der teilnehmenden Seglerinnen und Segler war es ein Wiedersehen mit dem olympischen Revier von 2016.
Für das deutsche Team mit Steuermann Erik Kosegarten-Heil, der 2016 zusammen mit Thomas Plößel eine olympische Bronzemedaille im 49er ersegelte, verlief das Wochenende wechselhaft: Zwei sehr guten Ergebnissen standen zweistellige Platzierungen gegenüber.
Am ersten Renntag segelte die Crew bei leichten Winden auf die Plätze 6, 3, 9 und 1. Besonders anspruchsvoll waren dabei die sogenannten „Marginal-Bedingungen“, in denen F50-Katamarane gerade noch ins Foilen kommen. Am zweiten Tag frischte der Wind auf, dem deutschen Team gelangen in den ersten beiden Rennen keine guten Starts, sodass sie als elftes und neuntes Team ins Ziel kamen. Mit einem zweiten Platz in der letzten Wettfahrt endete das Event jedoch versöhnlich für das deutsche SailGP-Team.
„Rio ist ein Revier, das keine Fehler verzeiht. Es war extrem cool, diese Kulisse mit dem Cristo und dem Zuckerhut wiederzusehen – das ist etwas ganz Besonderes“, sagte Steuermann Erik Kosegarten-Heil und fügte mit Blick auf die durchwachsenen Rennergebnisse hinzu: „Um in dieser Saison ganz nach vorne zu fahren, brauchen wir vor allem eines: konstante, gute Starts.“
Mit dem Platz im Mittelfeld konnte sich das deutsche Team in der Gesamtwertung um einen Platz verbessern. An der Spitze der Gesamtwertung kam es zu Verschiebungen: Australien übernahm mit einer maximalen Punkteausbeute die Führung, während das zuvor dominierende britische Team nach einem enttäuschenden zehnten Platz auf Rang zwei zurückfiel. Auf Platz drei liegt das Team der USA.
Das nächste SailGP-Event findet am 9. und 10. Mai 2026 vor Bermuda statt.