Mit soliden, aber nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnissen im Mittelfeld ist das deutsche SailGP Team um Steuermann Erik Heil in seine dritte Saison gestartet. Das erste Event der neuen Spielzeit fand vor der australischen Küste von Fremantle statt und stellte die Teams gleich zu Beginn vor große Herausforderungen.
Der berüchtigte starke Südwind, bekannt als der „Fremantle Doctor“, wehte mit Böen von über 30 Knoten. Bei kabbeliger See war auf den foilenden F50-Katamaranen höchste Konzentration gefragt. Die extremen Bedingungen sorgten zugleich für spektakuläre Bilder: Am zweiten Renntag erreichten die baugleichen Highspeed-Katamarane mit sechsköpfiger Crew und 18 Meter hohem Wing Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 95 km/h.
Von den insgesamt 13 gemeldeten Teams konnten allerdings nur elf das gesamte Event bestreiten. Das spanische Team um 49er-Olympiasieger Diego Botín musste nach einem Schaden im Training komplett passen. Auch das neuseeländische Team schied nach einer Kollision mit der Schweiz im Rennen vorzeitig aus. Neu in der SailGP-Serie ist in dieser Saison das Team Schweden.
Unter den anspruchsvollen Bedingungen vor Perth zeigte das deutsche Team gute Starts, musste jedoch immer wieder leichte Einbußen bei Speed und Manövern hinnehmen. Die Platzierungen 10, 7, 4 und 9 am ersten Renntag sowie 8, 9 und 8 am zweiten Tag reichten am Ende nur für den neunten Platz der Gesamtwertung.
Das finale Rennen der besten drei Teams bestritten vor Perth die Teams aus Großbritannien, Australien und Frankreich, die sich damit auch an die Spitze der Tabelle setzten.

„Das Wochenende in Perth war extrem anspruchsvoll. Wir hatten gute Starts und phasenweise auch den Speed, aber unter diesen Bedingungen entscheidet jede Kleinigkeit. Wir nehmen viele wichtige Erkenntnisse mit – genau dafür ist so ein Saisonauftakt da“, erklärte Steuermann Erik Kosegarten-Heil, der als Mitglied des German Sailing Teams im 49er gemeinsam mit Thomas Plößel bei zwei Olympischen Spielen jeweils die Bronzemedaille holte.
Nach dem Auftakt in Australien reist die SailGP-Flotte weiter nach Auckland. Dort findet am 14. und 15. Februar das zweite Event der Saison in Neuseeland statt.