Deutsches Team beendet SailGP-Saison auf Platz 9

Ein Steuermann auf einem Katamaran mit schwarzer Bekleidung und Helm, dazu ein Mikrophon. Vor ihm seine Taktikerin, die genauso gekleidet ist.
Steuermann Erik Kosegarten-Heil gewann im 49er für das German Sailing Team zwei Olympische Bronzemedaillen, Taktikerin Anna Barth segelt im Nachwuchskader des German Sailing Team 49erFX. © Jason Ludlow für SailGP

Das britische SailGP-Team mit Steuermann Dylan Fletcher hat die fünfte Saison des SailGP für sich entschieden. Im großen Finale setzte sich die Mannschaft gegen die starken Konkurrenten aus Australien und Neuseeland durch. Beim letzten Event vor Abu Dhabi waren vor allem feines Fingerspitzengefühl und effizientes Handling der foilenden F50-Katamarane unter Leichtwindbedingungen gefragt.

Der Event-Sieg in Abu Dhabi ging erstmals an das dänische Team um Steuermann Nicolai Sehested, den aktuellen Speed-Rekordhalter der Serie. Deutschland zeigte eine solide Leichtwind-Performance und beendete die Saison mit 37 Gesamtpunkten auf Rang neun – knapp hinter der Schweiz (40) und vor Italien (32).

Erster Renntag: Präzision bei wenig Wind

Am ersten Tag standen vier Rennen auf dem Programm. Aufgrund der geringen Windstärken traten alle Teams in der Drei-Personen-Besatzung (3POB) an, was für jede Crew mehr Aufgaben und Kommunikation bedeutete. Bereits beim Event auf dem Genfer See hatte das deutsche Team eindrucksvoll bewiesen, wie gut ihm Leichtwindbedingungen liegen: Dort feierten die Deutschen ihren ersten SailGP-Event-Sieg.

In der bewährten „Genf-Besetzung“ mit Steuermann Erik Kosegarten-Heil, Wing-Trimmer Stuart Bithell und Flight Controller James Wierzbowski ging das Team in Abu Dhabi an den Start und bewies ein gutes taktisches Gespür sowie ein feines Händchen für die freien Windfenster zwischen den Gegnern. Der Lohn: Topspeed des Tages mit 31,14 km/h und ein Sieg im ersten Rennen. Es folgten die Plätze 12, 6 und 10.

Zweiter Renntag: Mehr Wind, mehr Crew

Am zweiten Tag frischte der Wind etwas auf, wodurch wieder vier Personen an Bord erlaubt waren. So kam auch Taktikerin Anna Barth, 49erFX-Seglerin aus dem Nachwuchskader des German Sailing Team, zum Einsatz.

Ein foilender F50-Katamaran der sich auf seinen Foils aus dem Wasser hebt.
Im Leichtwindrevier vor Abu Dhabi gelang es dem deutschen Team nicht immer, in den „Flugmodus“ zu wechseln und mit dem F50-Katamaran zu foilen. © Ricardo Pinto für SailGP

Das deutsche Team segelte mit einem dritten Platz erneut in die Top Drei, eine Startstrafpunkt im letzten Rennen verhinderte jedoch den möglichen Podiumsplatz. Im Gesamtklassement des Events vor Abu Dhabi erreichte das Team den siebten Platz.

Saisonfazit

„Die Briten sind mit Abstand die beste Saison gesegelt. Wir haben gute Momente gezeigt und können vorne mitfahren. Jetzt gilt es, die Konstanz im Team zu festigen“, resümierte Steuermann Erik Kosegarten-Heil.

Die sechste SailGP-Saison startet am 17.Januar 2026 im australischen Perth. Am 22./23.August 2026 macht der SailGP zum zweiten Mal in Deutschland Station, Austragungsort ist wieder Sassnitz auf der Insel Rügen.