Mehr Austausch, bessere Prävention: Erstes Netzwerktreffen der PSG-Beauftragten in Hamburg

Zum ersten Mal kamen am 25. Oktober die Beauftragten der Landesseglerverbände für den Schutz vor Gewalt zu einem Netzwerktreffen zusammen. 13 engagierte Vertreterinnen und Vertreter waren der Einladung von Felicitas Benkmann, DSV-Referentin für die Prävention sexualisierter Gewalt (PSG), gefolgt. Leider sind in einigen Landesseglerverbänden noch keine PSG-Beauftragten benannt worden.

Im Mittelpunkt standen der Erfahrungsaustausch und die Frage, wie der Segelsport für alle am Segelsport beteiligten noch sicherer werden kann. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den Landesseglerverbänden berichteten von den Herausforderungen ihres Ehrenamts und den Unsicherheiten und Grenzen im Umgang mit Fällen von Gewalt. Wie kann Präventionsarbeit sichtbarer werden? Wie können Schutzkonzepte in den Vereinen aktiv umgesetzt und Hilfsangebote niedrigschwellig zugänglich gemacht werde? Auch diese Fragen wurden in Hamburg intensiv diskutiert.

Ein besonderer Impuls kam von der Sportpsychologin Annika Weinkopf, Referentin für den Schutz vor Gewalt beim Hamburger Sportbund. Sie sprach über „die eigene Haltung in Verdachtsfällen“, den Umgang mit betroffenen Personen im Erstkontakt und betroffenensensible Kommunikation – mit vielen Beispielen aus der Praxis.

Künftig wollen sich die PSG-Beauftragten regelmäßig austauschen, ihre Materialien für die Präventionsarbeit teilen und sich auch bei konkreten Fällen in der Intervention unterstützen.

Im Anschluss an das Netzwerktreffen stellte Felicitas Benkmann dem zeitgleich im Hamburg tagenden Seglerrat die Haltung des DSV zum Safe Sports Code (SSC) des DOSB vor. Der SSC ist ein Muster-Regelwerk für Sportorganisationen. Er liefert eine klare Definition von interpersonaler Gewalt, und benennt konkrete Handlungsschritte. Auch können mit der Umsetzung des SSC Grenzverletzungen unterhalb der Strafrechtsschwelle sanktioniert werden, gegebenenfalls können auch juristische Personen belangt werden.

Der DSV setzt sich für eine Kultur des Hinsehens ein

Der Deutsche Segler-Verband steht seinen Vereinen, Landessegelverbänden und Einzelpersonen bei Fragen rund um den Schutz vor Gewalt zur Seite. Der DSV stellt Informationsmaterialien, Poster und eine Online-Schulung zum Thema Safe Sports bereit. Mit diesen Angeboten sollen alle Engagierten im Segelsport dabei unterstützt werden, aktiv Verantwortung zu übernehmen und eine Kultur des Hinsehens und Handelns zu leben – für ein sicheres Umfeld für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Hier findet ihr alle Angebote zum Schutz vor Gewalt