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Claus Funk neuer Vizepräsident Fahrten- und Freizeitsegeln, Katrin Adloff als Vizepräsidentin Wettsegeln wiedergewählt

 

Foto: Christian Beeck

103 Segelvereine aus ganz Deutschland haben heute an der DSV-Mitgliederversammlung teilgenommen und mit den Stimmen von insgesamt 251 Vereinen die Zukunft des Segelsports in Deutschland mitbestimmt. Neu ins Präsidium gewählt wurde der Konstanzer Claus Funk von der Wassersportgemeinschaft Hagnau am Bodensee. Vizepräsidentin Katrin Adloff (Segelclub Salzdetfurth) wird ihre erfolgreiche Arbeit im Bereich des Wettsegelns weitere vier Jahre fortführen.

Mit 99,5 Prozent wählte die Versammlung den leidenschaftlichen Fahrtensegler Claus Funk zum neuen Vizepräsidenten für den Geschäftsbereich Fahrten- und Freizeitsegeln. Der ehemalige Leiter des Schifffahrtsamts Konstanz übernimmt diesen Geschäftsbereich von Clemens Fackeldey, der aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten ist. Krankheitsbedingt konnte Claus Funk nicht in Bremen anwesend sein, bedankte sich aber aus dem Süden Deutschlands für das Vertrauen der Delegierten.

Der Vizepräsidentin aus Niedersachsen mit dem Geschäftsbereich Wettsegeln Katrin Adloff sprachen 98,2 Prozent der Delegierten für weitere viere Jahre ihr Vertrauen aus. Jonathan Koch vom Bodensee-Yacht-Club Überlingen wurde mit 99,9 Prozent der Stimmen als Jugendobmann und Vizepräsident Jugend vom Seglertag bestätigt, und mit Thomas Walkenbach (Segelgemeinschaft Zeuthen) und Bernd Schütze (Yacht Club Strande) wurden zwei Kassenprüfer von allen Delegierten (100 Prozent) gewählt.

Darüber hinaus wurden alle fünf Anträge des Seglerrats und des Präsidiums auf Änderung des DSV-Grundgesetzes angenommen. Unter anderem haben die Delegierten beschlossen, den Turnus der Seglertage an den Turnus der Olympischen Spiele anzupassen. Der Seglertag wird künftig in den „geraden Jahren“ (2024, 2026 etc.) stattfinden, in denen auch Olympische Spiele ausgetragen werden. Somit treffen sich die Delegierten des höchsten Verbandsgremiums bereits in knapp einem Jahr erneut, um danach wieder in den Zweijahres-Rhythmus zu wechseln.

Die Jahresrechnungen für 2021 und 2022 wurden ebenso genehmigt wie der Haushaltsplan für 2024. Das Präsidium wurde entlastet.

„Es ist uns gelungen, ressortübergreifend stärker zusammenzuarbeiten und viele gemeinsame, neue Projekte umzusetzen und anzuschieben“, fasste DSV-Präsidentin Mona Küppers die vergangenen zwei Jahre zusammen und erläuterte die Zukunftspläne anhand der vom Präsidium erarbeiteten Strategie. „Es bewegt sich viel im Deutschen Segler-Verband, und es bleibt spannend“, schloss Küppers ihren Bericht ab.

Bereits am Vorabend der Arbeitssitzung hatte der Fachverband Segeln Bremen die Delegierten zu einem landestypischen Abend ins „Wissenschaftsmuseum Universum Bremen“ eingeladen. Angeregte Gespräche, ein intensiver Austausch untereinander und die Verleihung verschiedener Auszeichnungen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die goldene Ehrennadel für seine Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Belange der jungen Seglerinnen und Segler im DSV erhielt Timo Haß. Der Münchner hatte sich zwölf Jahre ehrenamtlich als Jugendobmann und DSV-Vizepräsident für den Nachwuchs im Segelsport stark gemacht und schied 2023 satzungsgemäß aus dem Amt aus. Auch die Deutsche Sportjugend (dsj) im DOSB „verabschiedete“ sich in Bremen offiziell von Timo Haß – mit der höchsten Ehrung der dsj, dem „Diskus“.

Die bronzene Ehrennadel nahm Dr. Eberhard Geisler in Empfang. Mehr als drei Jahrzehnte hat der engagierte Segler die Arbeit im Ausschuss Umwelt ehrenamtlich und mit viel Herzblut geführt, mitgestaltet und geprägt. Auf Grund der Pandemie konnte die Nadel vor zwei Jahren nicht persönlich verliehen werden.

Mit Bildern der Künstlerin Heinke Böhnert wurden gleich sechs Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen bei den Special Olympic World Games 2023 in Berlin ausgezeichnet, den Weltspielen der Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Die drei Segelteams, bei denen immer ein Mensch mit und einer ohne Behinderung gemeinsam im Boot sitzen, hatten zwei goldene und eine bronzene Medaille in Berlin gewonnen. Vorschoter Alexander Knaub und Steuerfrau Nora Neuenroth, Steuerfrau Johanna Heins und Vorschoter Christian Bodler sowie Hans-Jürgen Leiß (Vorschoter) und Phil-Mattis Leiß (Steuermann) wurden neben ihren sportlichen Erfolgen auch für ihre Rolle als Botschafter für den inklusiven (Segel-)Sport in der Gesellschaft geehrt.

Der DSV zeichnete außerdem folgende Vereine für ihre gute Ausbildungsarbeit aus:

Akademische Seglergruppe Karlsruhe
Akademischer Seglerverein zu Greifswald
Brühler Surf-Club 1976
Cospudener Yacht Club Markkleeberg
Deutscher Windsurfer Club
Düsseldorfer Segelclub Unterbacher See
Hannoverscher Yacht-Club
Hochschulsegelgruppe Erlangen
Northeimer Segelclub
Oberhausener Segel-Club
SC Brise 1898
Segel- und Wassersportverein Weißenstadt
Segelabteilung FC Dechsendorf
Segelclub Bayer Uerdingen
Segelclub Förmitzspeicher Hof
Segelclub Hochheim
Segelclub Ratisbona Regensburg
Segelclub Rheingau
Segel-Club Sarstedt
Segel-Club Stevertalsperre
Segelclub Wassenberg Roermond 1967
Segelclub Dresden-Wachwitz
Segel-Kameradschaft Unterbacher See
Segelverein Neander
Segelverein Speichersee Emsland
Segelverein Weser
Segelgemeinschaft Erlangen
Segler-Verein Braunschweig
Seglerverein Schwanenwerder
Studentische Segelvereinigung Wuppertal
Studentische Seglergemeinschaft Stuttgart
Turnklub Jahn Sarstedt Surf-Abteilung
Warendorfer Wassersportverein
Wassersportclub am Wittensee
Weser Yacht Club Bremerhaven
Yachtclub Weiden
Yachtclub Eolus Weißenburg
Zeuthener Yachtclub

 

Die intensive Arbeitstagung der Delegierten endete nach knapp vier Stunden.

Der nächste Seglertag findet am 16. November 2024 in Warnemünde statt.