Top Ten Ergebnisse und texanisches Barbecue für das deutsche Team bei den 48. Youth Sailing World Championships

Corpus Christi alias „Sparkling City by the Sea“ wartete Mitte Juli mit Temperaturen um 37 Grad und windigen Bedingungen auf. 382 Seglerinnen und Segler aus 66 Nationen nahmen an den Jugendweltmeisterschaften des Weltseglerverbandes World Sailing vom 14.-21.7.2018 in Texas/USA teil.

Bereits einige Tage vor Beginn der Wettfahrten kam unsere zwölfköpfige deutsche Mannschaft zusammen mit ihren drei erfahrenen Coaches in der amerikanischen Südstaatenstadt an der Corpus Christi Bay an. Für eine optimale Akklimatisierung ging es gleich am ersten Tag gemeinsam auf einer J/105 aufs Wasser. Die J/105 gehört der zugeteilten Gastfamilie, den Samos, die während des Aufenthalts als Ansprechpartner für das deutsche Team fungierten. Nach einer heiteren, badeintensiven und für die Revierkenntnis aufschlussreichen Segelausfahrt ging es anschließend zum Besuch bei der Gastfamilie. Hier wurden die Gäste aus Deutschland mit einem original texanischen Barbecue und einem herrlichen Cheesecake verwöhnt, der ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Ein optimaler Start, der für gute Laune beim gesamten Team sorgte. Am Samstag wurden die Boote übernommen und an die persönlichen Bedürfnisse und Gewohnheiten regelkonform angepasst, bevor es am Sonntag in die Practice Races in den einzelnen Disziplinen ging.

Nun verfolgte das deutsche Nachwuchsteam gleich zwei Mal das Verletzungspech: Zunächst erwischte es das 29er-Team Florian Steuerer und Moritz Fiebig. Moritz verletzte sich bereits vor der ersten Wettfahrt, als er beim Slippen der Boote für das Practice Race half. Dabei riss er sich den Zeh tief auf und wurde vor Ort im Krankenhaus medizinisch versorgt. Eine Teilnahme an den Regatten war danach unmöglich. Später verletzte sich auch noch Romy Mackenbrock so stark an den Rippen, dass die Verletzung auch für das Hamburger Nacra 15-Team in der zehnten Wettfahrt das Aus bedeutete. Romy und ihr Steuermann Silas Mühle hatten bis dahin unter anderem mit zwei ersten und zwei sechsten Plätzen auf sich aufmerksam gemacht und Platz drei in der Gesamtwertung belegt.

So hatte der deutsche Segelnachwuchs in den verbliebenen fünf Klassen die Möglichkeit, sein Bestes zu geben: In allen Klassen schafften die Seglerinnen und Segler eine Platzierung unter den Top Ten: Am besten schlugen sich Maru Scheel und Freya Feilcke im 29er als Gesamtsechste von 23 Teams. Mit den Plätzen 1,5,9,2 lief in den ersten vier Rennen noch alles nach Plan, doch dann kam die Wende mit einer zweistelligen Serie inklusive des Streichers in der siebten Wettfahrt. Eine Disqualifikation nach einer Protestanhörung hatte die Kielerinnen aus der Bahn geworfen. Der Traum war zerplatzt, das selbstgesteckte Ziel nicht erreicht. 22 Nationen waren im 420er der Mädchen am Start. Theresa Steinlein und Lina Plettner erzielten mit einem zweiten Platz in der letzten Wettfahrt noch Rang acht. Im 23 Jollen umfassenden 420er-Feld der Jungen erkämpften sich Kristian Lenkmann und Philip Hall zum Abschluss Rang zehn. Julia Büsselberg und Julian Hoffmann segelten im Laser Radial jeweils auf Rang neun. Im mit 58 Startern am stärksten besetzten Feld der Laser Radial Jungen hatte sich Deutschlands Nachwuchshoffnung Julian Hoffmann durchgängig in den Top Ten platziert. Bei den Laser Radial Mädchen zeigte Julia Büsselberg mit Platzierungen zwischen fünf und zehn ebenfalls konstante Leistungen. In dieser Klasse nahmen 46 Boote teil. Auf dem RS:X-Board waren keine deutschen Teilnehmer am Start.

Insgesamt segelten in Corpus Christi Jugendliche aus 66 Nationen um die Plätze. Ganz vorne in der Nationenwertung landeten die Seglerinnen und Segler aus dem Gastgeberland. In vier Klassen holte die amerikanische Mannschaft die Titel: Geronimo Nores bei den RS.X-Jungen, Charlotte Rose im Laser Radial Mädchen und Joseph Hermus / Walter Henry siegten im 420er Jungen. Die Zwillinge Carmen und Emma Cowles waren eine Klasse für sich. Die Jugend-Weltmeisterinnen des Vorjahres legten mit einem Frühstart und sieben Wettfahrtsiegen eine beeindruckende Serie hin. Das erste Mal seit 14 Jahren gelang damit im 420er eine Titelverteidigung.

Die „Bengt Julin Trophy“ – eine Auszeichnung, die von World Sailing für die Förderung der Völkerverständigung bei einem internationalen Wettbewerb vergeben wird – ging dieses Jahr an Rebekka und William Johannesen, das Nacra 15-Team aus Dänemark. Die teilnehmenden Sportler hatten das Geschwisterpaar aufgrund seines sportlichen, freundlichen und respektvollen Verhaltens für die Auszeichnung ausgewählt. Die beiden unterstützten Silas Mühle dabei, den deutschen Katamaran wieder unter Kontrolle zu bringen, nachdem dessen Segelpartnerin Romy Mackenbrock aufgrund ihrer Verletzung an Land gebracht werden musste.

Die Jugendweltmeisterschaften gingen mit einer offiziellen Abschlusszeremonie und einem ausgelassenen Abend unter freiem Himmel zu Ende.  Während des Rückflugs ließen sowohl die Sportlerinnen und Sportler wie auch die Trainer die Erfahrungen der letzten Tage auf sich wirken.
Auf diesem Wege bedanken wir uns bei den deutschen Seglerinnen und Seglern sowie dem Trainerteam Jan Sternberg, Katharina Steinmüller und Jens Marten für ihr Engagement!

Die nächsten Youth Sailing World Championships finden vom 13. bis 20. Juli 2019 in Gdynia (Polen) statt.

Die Jugendweltmeisterschaft unterscheidet sich von den üblichen Weltmeisterschaften in einzelnen Bootsklassen durch ihre olympiaähnlichen Besonderheiten wie z.B. der Startberechtigung nur eines/r Teilnehmers/in bzw. Teams je Disziplin und Nation und die gemeinschaftliche Unterbringung und Verpflegung aller teilnehmenden nationalen Teams.

Eine aktuelle Berichterstattung erfolgte über unsere Seglerjugend-Facebookseite und allgemein über die Event-Facebook-Seite. Weitere Informationen wie Ergebnisse, Bilder und Videos finden sich auf der offiziellen Event-Webseite: http://www.worldsailingywc.org/home.php

Die Ergebnisse des deutschen Teams lauten:

Einhand weiblich, Laser Radial
Ergebnis: Platz 9 von 46 Startern
Julia Büsselberg, Verein Seglerhaus am Wannsee
Einhand männlich, Laser Radial
Ergebnis: Platz 9 von 58 Startern
Julian Hoffmann, Segelclub Alpsee-Immenstadt
Zweihand weiblich, 420er
Ergebnis: Platz 8 von 22 Startern
Theresa Steinlein, Bayerischer Yacht-Club
Lina Plettner, Bayerischer Yacht-Club
Zweihand männlich, 420er
Ergebnis: Platz 10 von 23 Startern
Kristian Lenkmann, Bayerischer Yacht-Club
Philip Hall, Bayerischer Yacht-Club
Open High Performance Dinghy weiblich, 29er
Ergebnis: Platz 6 von 23 Startern
Freya Feilcke, Wind und Welle
Maru Scheel, Kieler Yacht-Club
Open High Performance Dinghy männlich, 29er
keine Teilnahme – verletzungsbedingter Ausfall
Florian Steuerer, Augsburger Segel Club
Moritz Fiebig, Augsburger Segel Club
Open Multihull, Nacra 15 mixed
Ergebnis: Platz 12 von 24 Startern
Abbruch der Regatta nach Verletzung
Romy Mackenbrock, Norddeutscher Regatta Verein
Silas Mühle, Hamburger Segel-Club

World Sailing – Jugendweltmeisterschaft 2018: Das deutsche Team ist in Texas angekommen

Das deutsche Team für die World Sailing Youth Worlds 2018 ist am Donnerstag, den 12. Juli, wohlbehalten in Corpus Christi, USA gelandet. Nun heißt es für die 12 Sportler/-innen und 3 Trainer/-innen erst einmal eingewöhnen und sich akklimatisieren, um sich dann ab dem 14. Juli vollkommen auf die Worlds zu konzentrieren.

Am Samstag und Sonntag (14./15. Juli) stehen Anmelden, Equipment Check, Briefings und Training sowie ein Practice Race für alle an. Dies mündet in einer pompösen Eröffnungsfeier am Sonntagabend mit allen Teilnehmern und Coaches.
Ab Montag wird es ernst. Es folgen 5 Wettfahrttage, so dass am Freitag, den 20. Juli, mit einer Equipment Rückgabe und einer Abschlussfeier inklusive Siegerehrung die Youth Sailing World Championships 2018 enden.
Abreisetag ist der Samstag, 21. Juli, für alle – auch für unser deutsches Team.

Wir wünschen unseren deutschen Segler/innen viel Glück und natürlich Erfolg. Die Daumen sind gedrückt und wir freuen uns über eine hoffentlich erfolgreiche World Sailing Jugendweltmeisterschaft in Texas.
Eine aktuelle Berichterstattung erfolgt über unsere Seglerjugend-Facebookseite und allgemein über die Event- Facebook-Seite.

Weitere Informationen wie Ergebnisse, Bilder und Videos finden sich auf der offiziellen Event-Webseite: http://www.worldsailingywc.org/home.php

Unser deutsches Team:
Einhand weiblich, Laser Radial:
Julia Büsselberg  , Jg. ’00, Verein Seglerhaus am Wannsee

Einhand männlich, Laser Radial:
Julian Hoffmann, Jg. ’02, Segelclub Alpsee-Immenstadt

Zweihand weiblich, 420er:
Theresa Steinlein, Jg. ’02, Bayrischer Yacht-Club
Lina Plettner, Jg. ’01, Bayrischer Yacht-Club

Zweihand männlich, 420er:
Kristian Lenkmann, Jg. ’03, Bayrischer Yacht-Club
Philip Hall, Jg. ’01, Bayrischer Yacht-Club

Zweihand weiblich, 29er:  
Freya Feilcke, Jg. ’01, Wind und Welle e.V.
Maru Scheel, Jg. ’00, Kieler Yacht-Club e.V.

Zweihand männlich, 29er:
Florian Steuerer, Jg. ’02, Augsburger Segel Club
Moritz Fiebig, Jg. ’02, Augsburger Segel Club

Zweihand mixed, Nacra 15:
Romy Mackenbrock, Jg. ‘01, Norddeutscher Regatta Verein
Silas Mühle, Jg. ’02, Hamburger Segel-Club e.V.

Unsere Coaches:
Jan Sternberg (Teamleitung)
Katharina Steinmüller
Jens Marten


Youth Sailing World Championships 2018: Deutsche Nachwuchshoffnungen nominiert

Nur sieben Monate nach den Jugendweltmeisterschaften im chinesischen Sanya finden die Youth Sailing World Championships 2018 statt. Diesmal geht die Reise für die jungen Seglerinnen und Segler ins texanische Corpus Christi.

 v.l. Kristian Lenkmann, Julian Hoffmann, Philip Hall, Moritz Fiebig, Theresa Steinlein, Freya Feilcke, Lina Plettner, Maru Scheel, Jan Sternberg, Silas Mühle.
Nicht auf dem Foto: Julia Büssleberg, Romy Mackenbrock, Florian Steuerer, Jens Marten und Katharina Steinmüller. Foto: Seglerjugend

Die Jugendabteilung des DSV hat nun die Nominierungen für die wichtigste internationale Regatta des Jahres für die olympischen Nachwuchshoffnungen bekannt gegeben.

Im Laser Radial gehen Julian Hoffmann (SCAI) und Julia Büsselberg (VSaW) an den Start. In der Skiff-Jolle 29er, dem kleinen Bruder des olympischen 49ers, treten Florian Steuerer (ASC) und Moritz Fiebig (ASC) sowie Maru Scheel (KYC) und Freya Feilcke (WuW) an. Für die Teilnahme im 420er, dem kleineren Pendant zum olympischen 470er, haben sich die Teams Kristian Lenkmann und Philip Hall sowie Theresa Steinlein und Lina Plettner (alle BYC) qualifiziert.

Das Mixed-Team im Nacra 15 bilden der 15-jährige Silas Mühle (HSC) – übrigens der Sohn von Admiral’s Cup Sieger Thomas Friese – und die 16-jährige Romy Mackenbrock (NRV). Die beiden Hamburger Segler, die bei den Youth Worlds in Sanya auf dem 7. Rang landeten, haben sich zudem für die Olympischen Jugend-Sommerspiele qualifiziert, die im Oktober in Buenos Aires ausgetragen werden.

Die Jugendweltmeisterschaften finden vom 14. bis 21. Juli statt, das DSV-Team mit den Trainern Jan Sternberg, Jens Marten und Katharina Steinmüller fliegt gemeinsam am 11. Juli in die USA.


Die Youth Sailing World Championships 2018 werden in Corpus Christi ausgetragen

Der Weltsegelverband „World Sailing“ hat den Ausrichter der 48. Youth Sailing World Championships bekannt gegeben. Vom 14. bis 21. Juli 2018 finden die Jugendweltmeisterschaften in Corpus Christi (USA) statt.

Auf Grund des olympischen Charakters zählen die World Sailing Jugendweltmeisterschaften zum internationalen leistungssportlichen Höhepunkt und haben daher einen sehr hohen Stellenwert weltweit. Nach den Jugendweltmeisterschaften 2017 in Sanya (China) findet nach nur sieben Monaten die nächste Austragung nun in den Sommermonaten auf der anderen Seite der Erde statt.


DSV-Qualifikationsmodus

Zur World Sailing-JWM kann jeder nationale Verband nur eine Meldung pro Disziplin abgeben. Startberechtigt sind Jugendliche der Jahrgänge 2000 bis 2006.
Die DSV-Qualifikation für die World Sailing-JWM 2018 findet für folgende ausgeschriebene Disziplinen im Rahmen der benannten Qualifikationsregatten statt:

  • Einhand männlich und weiblich auf Laser Radial
    19.05. – 21.05.2018       Young Europeans Sailing, Kiel
  • Zweihand männlich und weiblich auf 420er
    10.05. – 13.05.2018       JEM/ WMA Finale, Warnemünde
  • High Performance Dinghy männlich und weiblich auf 29er
    19.05. – 21.05.2018       Young Europeans Sailing, Kiel
  • Multihull mixed auf Nacra 15
    22.04. – 28.04.2018       Weltmeisterschaft, Barcelona (Spanien)
  • Segelsurfen männlich und weiblich auf RS:X 8,5
    In den Disziplinen Segelsurfen männlich und weiblich erfolgt eine Nominierung durch den Jugendsegelausschuss.

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 In allen Disziplinen qualifiziert sich grundsätzlich der/die erstplatzierte Segler/Seglerin/Mannschaft für die World Sailing-JWM. Sollten für die World Sailing-JWM qualifizierte und/oder vom Jugendsegelausschuss nominierte Jugendliche bzw. Jugendmannschaften auf ihre Teilnahme verzichten, verschiebt sich die Reihenfolge der Qualifizierten für die World Sailing-JWM entsprechend nach hinten.

Zur Qualifikation muss bei jeder Qualifikationsregatta – auch im gemischten Starterfeld (männlich/weiblich und/oder Jugend/Erwachsene) – eine Platzierung in der ersten Hälfte der Gesamtwertung erzielt werden. Werden bei einer Qualifikationsregatta weniger als vier gültige Wettfahrten gesegelt oder wird lediglich an einem Wettfahrttag gesegelt, wird diese Regatta nicht als Qualifikationsregatta berücksichtigt. Gleiches gilt bei weniger als sieben Startern pro Disziplin. In diesem Fall entscheidet der Jugendsegelausschuss über eine mögliche Nominierung.

In den Zweihandklassen können grundsätzlich nur Mannschaften nominiert werden, die auch gemeinsam an den Qualifikationsregatten teilgenommen haben. Die endgültige Entscheidung über die Besetzung des DSV-Teams für die JWM behält sich der Jugendsegelausschuss vor.

Voraussetzung für die Teilnahme der qualifizierten bzw. nominierten Jugendlichen ist die konsequente Vorbereitung auf die JWM und die strikte Einhaltung der vom DSV vorgegebenen Bedingungen (wie z.B. gemeinsame An- und Abreise, Teamkleidung etc.).


Wichtige Informationen: