20. Jugendseglertreffen in Stuttgart

 

Sieben Seglerinnen und Segler für herausragende Leistungen geehrt; Gastvortrag von Olympiateilnehmer Tobias Schadewaldt

Der deutsche Seglernachwuchs ist gut in Form. Das zeigte sich einmal mehr beim 20. Jugendseglertreffen in Stuttgart, wo DSV-Jugendobmann Timo Haß sieben junge deutsche Seglerinnen und Segler für ihre herausragenden Leistungen in den Jahren 2011 und 2012 auszeichnete.

 

Die ausgezeichneten Sportler/innen und ihre größten Erfolge 2011/2012:

  • Constanze Stolz (geb. 1995), Düsseldorfer Yachtclub, Laser Radial, 2. Platz JWM 2011, U17 weiblich
  • Carolina Werner (geb. 1994), Kieler Yacht-Club, 29er, ISAF-JWM 2012, Bengt Julin Trophy
  • Ole Kuck/Niclas Kath (geb. 1996/1996), Lübecker Yacht-Club und Kieler Yacht-Club, 29er, 3. Platz EUROSAF-JEM 2012
  • Franziska Mäge/Lena Stückl (geb. 1995/1995), Bayerischer Yacht-Club und Deutscher Touring Yacht-Club, 420er, 2. Platz JEM  2012
  • Julia Kühn (geb. 1997), Konstanzer Yacht Club, Laser 4.7, 2. Platz EM 2012, U16


Ein weiterer Höhepunkt des 20. Jugendseglertreffens war der Gastvortrag von Olympiateilnehmer Tobias Schadewaldt, der beeindruckend ehrlich von den Niederlagen und Höhepunkten seiner bisherigen Sportlerkarriere im Laser und in der Skiffklasse 49er berichtete. Seine drei wichtigsten Tipps für junge Leistungssportlerinnen und -sportler: „Seid fit wie ein Triathlet, setzt auf englischen Humor und studiert bärenstarke Moves ein.“ Ausführlich berichtete der Segler vom Norddeutschen Regatta Verein auch, wie er es mithilfe starker Partner meistert, eine duale Karriere als Sportler und im Job aufzubauen. Davon sichtlich beeindruckt zeigte sich DSV-Präsident Rolf Bähr, der in einer emotional starken Rede für die breite Unterstützung aller jungen Seglerinnen und Segler warb.

 

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Insgesamt nahmen über 200 Delegierte aus DSV-Vereinen am 20. Jugendseglertreffen teil. Ihnen wurde bei der von der deutschen Seglerjugend mit Unterstützung des Landes-Segler-Verbandes Baden-Württemberg ausgerichteten Tagung ein vielfältiges Programm aus Workshops, Diskussionsrunden, Ehrungen und Unterhaltung geboten.


In vier Arbeitskreisen erörterten die Teilnehmer Beispiele innovativer Jugendarbeit, die Zukunft der Jugendbootsklassen, die optimale Aus- und Weiterbildung für Trainer sowie das Verhältnis von Vereinsvorstand und jungen Mitgliedern. Auf einem messeähnlichen „Marktplatz“ konnten sich die Delegierten über die größten deutschen Jugendbootsklassen sowie über die Jugendarbeit des Deutschen Segler-Verbandes und der Jugenden der Landes-Segler-Verbände informieren. Zusätzlich wurden zwei Mitmachaktionen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit den Slogans „Alkoholfrei Sport genießen“ und „Kinder stark machen“ vorgestellt. Interessierte DSV-Vereine erhalten auf Anfrage beim DOSB entsprechendes Informations- und Werbematerial.



Große Einigkeit herrschte beim 20. Jugendseglertreffen in Stuttgart bei den Finanzen: Die Delegierten genehmigten einstimmig die Abschlüsse und Jugendhaushalte für die Jahre 2011 bis 2015 und entlasteten den Jugendsegelausschuss für seine engagierte Arbeit. Gedankt wurde auch dem ehemaligen Jugendsekretär Hans Surkamp, der im Frühjahr 2012 in Rente ging und die Leitung der DSV-Jugendabteilung an seinen Nachfolger Heiko Radke übergab. Das nächste bundesweite Jugendseglertreffen wird vom 20. bis zum 22. Februar 2015 in der Sportschule in Hachen mit Unterstützung des Segler-Verbandes Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. (Hamburg, 25. Februar 2013)