Aktuelles zu den Sportbootführerscheinen

Neue Sportbootführerscheinverordnung: Das ändert sich

Am 10. Mai 2017 ist die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft getreten. Sie ersetzt die bisherigen zwei Sportbootführerscheinverordnungen „SBF-Binnen“ und „SBF-See“. Künftig gibt es nur noch einen Sportbootführerschein, auf dem die jeweiligen Geltungsbereiche – Binnenschifffahrtsstraßen und/oder Seeschifffahrtsstraßen – dokumentiert werden.

Der Wortlaut der Sportbootführerscheinverordnung kann hier eingesehen werden.

Das BMVI hat außerdem einen Flyer herausgegeben, der Kurzinformationen zu den Änderungen der Verordnung enthält.

Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Die Prüfungen zum Erwerb des Sportbootführerscheins für den Geltungsbereich Seeschifffahrtstraßen können bei allen Prüfungsausschüssen des Deutschen Segler-Verbands und auch im Ausland abgelegt werden.
  • Alle Theorie- und Praxisprüfungen können zu verschiedenen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten abgelegt werden.
  • Es reicht grundsätzlich aus, wenn die Antragsunterlagen und Gebühren spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss eingegangen sind.
  • Die Sperrfrist von vier Wochen für die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen entfällt; die Prüfungen können jedoch nicht an demselben Tag wiederholt werden.
  • Für das fahrerlaubnisfreie Führen von Sportbooten besteht im Seebereich keine Altersgrenze mehr.
  • Sowohl die Besitzer der alten Sportbootführerscheine als auch die des neuen Führerscheins dürfen künftig auf Binnenschifffahrtsstraßen Sportboote von weniger als 20 Meter Länge führen. Einzige Ausnahme: Auf dem Rhein dürfen Sportboote von weniger als 15 Meter Länge geführt werden.
  • Das ärztliche Zeugnis wurde vereinfacht, so entfällt beispielsweise die Wiederholungspflicht bei eingeschränkter Sehschärfe. Diese Änderung gilt ebenfalls für diejenigen, die bereits Inhaber eines Sportbootführerscheins sind.
  • Der Arzt muss das Zeugnis künftig in einem geschlossenen Umschlag direkt an den Prüfungsausschuss senden. Der Sportbootführerscheinbewerber erhält eine Kopie.
  • Die Gebühren schließen die Reisekosten der Prüfer sowie etwaige Raumkosten ein.
  • An den Formaten des Sportbootführerscheins ändert sich vorläufig nichts. Die Einführung des vorgesehenen Scheckkartenformats erfolgt zu einem späteren, derzeit noch nicht festgelegten Zeitpunkt.

Inhaltlich verändert sich die Prüfung nur unwesentlich. Die Fragebogen werden entsprechend den neuen Begrifflichkeiten und wenigen rechtlichen Änderungen angepasst. Die Aufgaben der praktischen Prüfungen ändern sich nicht.

Dr. Germar Brockmeyer, Leiter der Abteilung „Befähigungsnachweise und Ausbildung“ des Deutschen Segler-Verbandes (DSV): „Viele formale Hürden wurden endlich abgeschafft – das begrüßen wir. Auch wenn wir uns zum Teil noch weitergehende Änderungen gewünscht hätten, freuen wir uns, dass viele unserer Vorschläge in der Verordnung umgesetzt wurden.“

Der DSV ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit der Prüfung und Erteilung von Sportbootführerscheinen und Funkzeugnissen beliehen und hat den Gesetzgeber bei der Erstellung der neuen Sportbootführerscheinverordnung fachlich beraten.

Änderungen zu SKS, SSS/SHS und den Befähigungsnachweisen für die Traditionsschifffahrt

mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die

geändert. Insbesondere wurden die Bedingungen für die Abnahme der praktischen Prüfungen zum Erwerb des SKS und des SSS geändert.

Des Weiteren wurden die

geändert. Diese Änderungen gelten ab sofort. Alle Änderungen sind veröffentlicht in Heft 8 des Verkehrsblatts des BMVI 2016, Seite 338 ff.

Hamburg, Mai 2016

Veröffentlichung der Kartenaufgaben für den Sportküstenschifferschein

Die Kartenaufgaben mit Lösungen für den Sportküstenschifferschein (SKS) sind auf der Internetseite des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in der Rubrik Freizeitschifffahrt/Führerscheininformationen veröffentlicht und mit diesem Link direkt erreichbar: https//www.elwis.de/Freizeitschifffahrt/fuehrerscheininformationen/Navigationsaufgaben-SKS.pdf.

20. Oktober 2015

Benutzung von Taschenrechnern bei der schriftlichen Prüfung zum Erwerb des Sportsee- und des Sporthochseeschifferscheins im Fach Navigation

Ab dem 1. September 2015 dürfen programmierbare und programmierte Taschenrechner nicht mehr benutzt werden. Nach einem Beschluss des Lenkungsausschusses sind dann nur noch Taschenrechner, die weder programmierbar noch programmiert sind zugelassen.

Hier (unter „Download Liste Taschenrechner Navigation“) finden Sie eine Liste der für die schriftliche Prüfung zum Erwerb des Sportsee- und Sporthochseeschifferscheins im Fach Navigation zugelassenen Taschenrechner. Die in dieser Liste aufgeführten Taschenrechner sind ausdrücklich zugelassen. Mit diesen Taschenrechnern kann die Formelsammlung im Begleitheft uneingeschränkt benutzt werden. Alle aufgeführten Taschenrechner verfügen über die erforderlichen Winkelfunktion (sin, cos, tan). Häufig sind einfache Konstantenspeicher und die Umrechnungsfunktion von Dezimal auf Hexagesimal etc. vorhanden.

Juni 2015

Neue Erreichbarkeiten der Prüfungsausschüsse und neue Zuständigkeitsbereiche ab 2014

Die aktuellen Kontaktdaten mit den neuen E-Mail-Adressen und Internetseiten aller Prüfungsausschüsse finden Sie hier oder unter www.sportbootfuehrerscheine.org oder unter www.funkzeugnisse.org.

Die verwaltungsmäßigen Zuständigkeiten der Prüfungsausschüsse Attendorn und Möhnesee wurden in die des Prüfungsausschusses Bochum, die des Prüfungsausschusses Unterbacher-See in die des Prüfungsausschusses Rhein-Ruhr und die des Prüfungsausschusses Oberrhein in die des Prüfungsausschusses Stuttgart integriert.

Die Zuständigkeiten der Prüfungsausschüsse Bayern-West, München/Ausland und Nürnberg/Ausland sind wie folgt neu geordnet: Für Prüfungen im Ausland (Mittelmeer und Kanarische Inseln) ist nunmehr ausschließlich der Prüfungsausschuss Ausland mit Sitz in Deggendorf, für Prüfungen in Bayern der Prüfungsausschuss Bayern mit Sitz in München zuständig.

2. Januar 2014

Neue Kartenaufgaben für den Sportküstenschifferschein – Übergangsfrist bis 30. April 2014

Die Kartenaufgaben als Teil der schriftlichen Prüfung zum Erwerb des Sportküstenschifferscheins werden sich ab dem 1. Oktober dieses Jahres auf die Übungskarte D 49 beziehen (analog zum Sportbootführerschein-See). Dazu wird auch ein neues Begleitheft aufgelegt, das ab dem 1. Oktober 2013 erhältlich sein wird.

Für die Einführung der neuen Kartenaufgaben gilt eine Übergangsregelung bis zum 1. Mai 2014. Bis zum 30. April 2014 einschließlich haben die Bewerber die Wahl, ob Sie in der theoretischen Prüfung eine der bisherigen Kartenaufgaben basierend auf den Übungskarten D 30 und 1875 oder eine neue Kartenaufgabe nach der Übungskarte D 49 bearbeiten möchten.

Hamburg, 15. August 2013

Änderungen zu den Sportbootführerscheinen-Binnen und -See in Kraft

im Binnen- und Seebereich gilt von heute an eine Führerscheinpflichtgrenze von 11,03 kW (15 PS).

Im Einzelnen:
Im Bereich der Seeschifffahrtstraßen ist wie bisher ohne Altersgrenze das nicht gewerbsmäßige Führen eines Sportbootes mit einer Nutzleistung bis zu 3,68 kW (5 PS) zulässig. Die Aufsichtspflicht der Eltern bleibt unberührt. Bei einer Nutzleistung von 3,69 kW (5 PS) bis zu einer Nutzleistung von 11,03 kW (15 PS) muss der Schiffsführer mindestens 16 Jahre alt sein.

Ab einer Nutzleistung von 11,04 kW ist der Sportbootführerschein-See vorgeschrieben.

Auf den Binnenschifffahrtstraßen des Bundes mit Ausnahme des Rheins gilt die Altersgrenze von 16 Jahren auch für das fahrerlaubnisfreie Führen von Sportbooten bis zu 11,03 kW (15 PS) und unter 15 m Länge.

Ab einer Nutzleistung von 11,04 kW ist der Sportbootführerschein-Binnen vorgeschrieben.

Auf dem Rhein gilt unverändert die Fahrerlaubnispflicht für Sportboote mit einer Nutzleistung von mehr als 3,68 kW (5 PS). Zum Führen von Segelsurfbrettern im Binnenbereich ist kein Sportbootführerschein mehr erforderlich. Die Fahrerlaubnisregelungen für Landesgewässer und den Bodensee sind derzeit unverändert.  Hamburg, 17. Oktober 2012

Fach- und Rechtsaufsicht

Die zuständige Fach- und Rechtsaufsicht für die öffentliche Auftragsverwaltung prüft, ob eine von einem Prüfungsausschuss eingesetzte Prüfungskommission praktische Prüfungen zum Erwerb des Sportküstenschifferscheins nicht ordnungsgemäß durchgeführt hat. Die betreffenden Prüfer sind derzeit von ihrer Prüfertätigkeit freigestellt.

17.09.2012

Sportbootführerschein-Binnen: Wegfall der Antriebsart Segelsurfen ab 1. Mai 2012

Die Antriebsart Segelsurfen wird beim Sportbootführerschein-Binnen ab dem 1. Mai 2012 ersatzlos gestrichen. Der Erwerb des Sportbootführerscheins-Binnen für Segelsurfbretter ist nicht mehr vorgesehen.

Auf den Binnenschifffahrtstraßen ist zum Führen von Segelsurf-brettern künftig kein Führerschein mehr erforderlich. Die bisher in Berlin bestehende besondere Fahrerlaubnispflicht entfällt.

10. April 2012

Übergangsregelungen zur Umstellung des Prüfungs-verfahrens zum Erwerb der Sportbootführerscheine-See und -Binnen ab 1. Mai 2012

Bewerber für den Erwerb des Sportbootführerscheins-See oder -Binnen, die sich bis zum 30. April 2012 zu einem Prüfungstermin bis einschließlich 31. Juli 2012 zur Prüfung anmelden, können auf Antrag nach den bisher geltenden Richtlinien geprüft werden. Wird eine Prüfung in diesem Zeitraum nach bisherigem Verfahren nicht bestanden, so ist einmalig eine Wiederholung der Prüfung nach altem Verfahren bis zum 31. Oktober 2012 möglich.

Vor dem 1. Mai 2012 bestandene und noch gültige Prüfungsteile sind entsprechend als praktische oder theoretische Prüfung anzuerkennen. Gleiches gilt für bestandene und noch gültige Prüfungsteile für die Antriebsart Segelsurfen; diese Prüfungen (Segelsurfen) sind nach dem bisherigem Prüfungsverfahren abzuschließen.

14.03.2012

Bekanntmachungen von Korrekturen der neuen Fragenkataloge und Zusammensetzung der Fragebogen

Korrekturen der neuen Fragen- und Antworten-Kataloge für den Sportbootführerschein-Binnen und -See (einschließlich der Navigationsaufgaben) werden im Verkehrsblatt Nr. 06/12 veröffentlicht, welches am 31. März 2012 erscheint. Gleiches gilt für die Verteilung der Fragen auf die einzelnen Fragebogen.

14.03.2012

Änderung Richtlinien Sportbootführerschein-Binnen und – See/Neue Fragenkataloge

In der Ausgabe Nr. 21 des Verkehrsblatts vom 15. November 2011 sind die Änderungen der Durchführungsrichtlinien Sportboot-führerschein-Binnen und -See sowie die Bekanntmachungen der Fragenkataloge zum Erwerb der Sportbootführerscheine-Binnen und -See vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung veröffentlicht worden. Die Änderungen treten am 1. Mai 2012 in Kraft.

Die Neufassungen der Richtlinien und die Fragenkataloge sollen demnächst unter www.elwis.de, Freizeitschifffahrt, Führerschein-informationen veröffentlicht werden.

Die Fragenkataloge sind auf das Antwort-Auswahl-Verfahren (Multiple-Choice) umgestellt und umfassen jetzt, ohne inhaltliche Standardabsenkung, jeweils 300 Fragen.

21.11.2011

Sportsee-/Sporthochseeschifferschein: Anforderung an Yachten/Formelsammlung

Die Anforderungen an Yachten für die Abnahme einer praktischen Prüfung zum Erwerb des Sportseeschifferscheins sind geändert. Die Anforderungen an das Radargerät lauten ab sofort wie folgt:

„Die Yacht muss über ein funktionsfähiges Radargerät verfügen. Es müssen Kollisionsgefahren erkennbar und Positionsbestimmungen möglich sein.“

Die früheren Anforderungen an das Radargerät im Hinblick auf bestimmte Möglichkeiten der Einstellung des Radarbildes wurden gestrichen, da moderne Breitband-Radargeräte über diese Möglichkeiten nicht mehr verfügen.

Für Prüfungen ab dem 1. Oktober 2011 ist nur die Formelsammlung, welche im Begleitheft Ausgabe 2010 abgedruckt ist, zulässig. Bewerber, die nicht über das Begleitheft Ausgabe 2010 verfügen, können ab dem 1. Oktober 2011 auf bisher noch unbestimmte Zeit in der Prüfung von der Prüfungskommission eine identische Formel-sammlung ausleihen.

31.05.2011

Besetzung von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten

Die Vorschriften zur Besetzung von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten der See-Sportbootverordnung sind geändert. Die bisherigen Anforderungen, mindestens den Sportsee- bzw. den Sporthochseeschifferschein zu besitzen, sind abgesenkt worden.

Bis zu 15 Meter Rumpflänge gelten folgende Regelungen: Bis zu 300 Meter Abstand vom Ufer ist bei entsprechender Einzelfallgenehmigung (durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen Nord und Nordwest) der Sportbootführerschein-See, in den Küstengewässern (12 Seemeilen) der Sportküstenschifferschein, in den küstennahen Seegewässern (30 Seemeilen und alle Randmeere) der Sportseeschifferschein und in der weltweiten Fahrt der Sporthochseeschifferschein erforderlich.

Die Einzelheiten der neuen Regelung und die weiteren Änderungen für größere Sportboote enthält die geänderte See-Sportbootverordnung. Die Änderungen sind am 15. Mai 2010 in Kraft getreten.

Sporthochseeschifferschein: Astronomische Navigation

Ab dem 01.07.2010 wird die Lösung der astronomischen Standortbestimmung in der Prüfung nur noch mit Taschenrech-ner und nicht mehr mit HO-Tafeln zugelassen. Der Aufwand, dieses mit HO-Tafeln zu berechnen ist nicht mehr zeitgemäß. Dieses Verfahren wird kaum noch wahrgenommen; die Benutzung eines Taschenrechners ist heute Standard.

Kroatien: Keine Probleme mit deutschen Sportbootführerscheinen

Nach Ankündigung einer Liste der in Kroatien anerkannten Befähigungsnachweise zum Führen von Booten unter kroatischer Flagge, hat das kroatische Verkehrsministerium diese jetzt veröffentlicht.

Die deutschen Befähigungsnachweise:

  • Sportbootführerschein-See
  • Sportküstenschifferschein
  • Sportseeschifferschein
  • Sporthochseeschifferschein

werden als Voraussetzung zum Führen eines Bootes unter kroatischer Flagge anerkannt.

Hier finden Sie eine Liste der in Kroatien anerkannten Befähigungsnachweise.

Fragen- und Antwortenkataloge Sportbootführerschein-Binnen, -See und Sportküstenschifferschein

Die amtlichen Fragen- und Antwortenkataloge für die Sportbootführerscheine -Binnen, -See und Sportküstenschifferschein stehen im „Elektronischen Wasserstraßeninformationssystem“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de) als pdf-Dateien zum Download bereit: www.elwis.de/Freizeitschifffahrt/fuehrerscheininformationen/index.html.

Sportküstenschifferschein – Theoretische Prüfung

Den Kartenaufgaben zum Sportküstenschifferschein liegen seit 01.07.2006 die Seekarten 30 und 1875 mit Stand 2005 sowie das Begleitheft (Ausgabe 2006) zugrunde.

Zu beachten ist, dass in den Kartenaufgaben 1875 das Seekartennull nach wie vor auf mittlerem Springniedrigwasser beruht, die Gezeitentafeln aber auf LAT (Lowest Astronomical Tide) umgestellt sind.

Sportseeschifferschein – Gezeitenkunde

Seit 01.07.2006 ist, wie beim Sporthochseeschifferschein, auch für Aufgaben der Gezeitenkunde zum Sportseeschifferschein ausschließlich das Verfahren nach A.T.T. zulässig.

Sporthochseeschifferschein: Obligatorische mündliche Prüfung

Seit dem 01.01.2006 ist für den Erwerb des Sporthochseeschifferscheins neben den Teilprüfungsfächern Navigation, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde eine obligatorische mündliche Prüfung im Teilprüfungsfach „Handhabung von Yachten“ zu absolvieren. Die Erläuterungen zum Inhalt dieser mündlichen Prüfung stehen hier zum Download bereit:

SHS_Erläuterung mündliche Prüfung Handhabung von Yachten